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Meine Stadt Hannover: 3500 beim Bilderbuch-Sonntag
Hannover Meine Stadt Hannover: 3500 beim Bilderbuch-Sonntag
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16:53 10.02.2019
Leseförderung: Sudha Ramkumar schreibt ins Bilderbuch „Gnupi und Dexter“ die Übersetzung auf Tamil, Söhne Dhuruvan (5) und Ahan (3) finden es klasse. Kaja Tippenhauer schaut und liest mit Frederik (links). Quelle: Wilde
Hannover

Es war eine Szene wie aus dem Bilderbuch: Mama Kaja Tippenhauer auf dem Fußboden, versunken mit Sohnemann Frederik (4) im Arm vor einem schön-wimmeligen Bilderbuch. Ein paar Bücher weiter im Raum ein herrlicher Trubel und alles voller kleiner, fröhlicher Kinder – die sich auf dem nun schon elften Bilderbuch-Sonntag im Pavillon tummelten.

Wie immer gab es ordentlich Programm: Während Autorin Bettina Göschl aus Ostfriesland den Großen Saal mit Gesang und Gitarre zum Piratenschiff erklärte und die kleinen Racker zum Klatschen, Schunkeln und Mitsingen animierte, übersetzten Mütter im Kleinen Saal das Ingo-Siegner-Bilderbuch „Gnupi und Dexter“ in ihre Sprachen. Die Inderin Sudha Ramkumar war mit ihren Söhnen Dhuruvan (5) und Ahan (3) dabei und schrieb auf Tamil. Birgit Nerenberg, Erste Vorsitzende von „Lesestart Hannover“ und eine der Mütter des Bilderbuch-Sonntags, hatte die Idee und zeigte je ein Exemplar in den Sprachen wie türkisch, portugiesisch oder auch arabisch, japanisch, schwedisch und russisch. „Es muss Bücher von Anfang an geben, da haben wir auch eine Kooperation mit hannoverschen Kinderärzten“, erzählt Nerenberg – und stellt Kinderarzt Martin Raguse (59) vor, der die Broschüre „Gib mir ein A“ initiiert hat. Die liegt nicht nur an diesem Sonntag hier aus, sondern wird jungen Eltern von vielen Kinderärzten auch bei der U-3-Untersuchung mit an die Hand gegeben.

Für die Autoren wie Bilderbuch-Sonntag-Schirmherr Ingo Siegner und Bettina Göschl, die selbstverständlich und ehrenamtlich im Pavillon dabei waren, ist der Friedrich-Bödecker-Kreis zuständig. Niedersachsens Geschäftsführer Udo von Alten (64) weiß, wie wichtig es ist, Fundamente zu legen, um aus den Lütten richtige Leseratten zu machen: „Dies hier ist ein spezielles Programm für die ganz Kleinen“, sagt er. „Und das ist eine dankbare Aufgabe, weil ganz kleine Kinder noch offen für alles sind.“ Bei Achtklässlern wäre das schon anders, deswegen sei es eben auch wichtig, „für alle Altersgruppen die richtigen Leute haben“. Damit meint er unter anderem Autoren wie Göschl und ihren Mann, Bestellerautor Klaus-Peter Wolf (Ostfriesenkrimis), die gern in die Schulen gehen und auch mit jenen Schülern lesen und diskutieren, für die Bücher etwa sehr Fremdes sind. „Das Lesenlernen muss eine emotionale Verknüpfung haben“, sagt von Alten. Denn ein Leben ohne Literatur wäre „möglich, aber sinnlos“, beendet er lächelnd den Satz.

„Grau und langweilig“ wäre ein Leben ohne Literatur auch für Brigitte Dill (59), die in der Stadtbibliothek für die Kinder- und Jugendbücher zuständig ist. „Ich habe das Gefühl, dass es dieses Mal so voll ist wie nie“, sagt sie mittags. Sie sollte Recht behalten: 3500 Besucher sind zum Bilderbuch-Sonntag gekommen – Rekord!

Von Petra Rückerl

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