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Meine Stadt Hannover: 2000 Erzieher im Streik
Hannover Meine Stadt Hannover: 2000 Erzieher im Streik
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12:06 02.02.2016
Quelle: Behrens
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Hannover

Die Kundgebung, bei dem Streikende aus Hannover, dem Umland und großen Teilen Niedersachsens zusammengekommen sind, soll weiter Druck auf die nächste Verhandlungsrunde am Donnerstag ausüben. Für Ulrike Hiller, seit mehr als 30 Jahren im Erziehungsdienst, ist „das Maß voll“. Die 52-Jährige verteilte gestern Informationszettel an Passanten und wartende Autofahrer. Sie ist sich sicher, dass in der dritten Tarifrunde ein Angebot der Arbeitgeber kommt. „Weil wir nicht bereit sind aufzuhören, bevor sich was verändert“, so Hiller. Die Gewerkschaften Verdi und GEW fordern unter anderem eine bessere Eingruppierung – und damit Bezahlung – von Erziehern und Sozialarbeitern. Ob weitere Streiks drohen, entscheide sich morgen Abend, gab Birgit Schütte von Verdi bekannt.

„Wir wollen mehr Respekt für unsere Arbeit“, sagte Karin Goedecke, Mitglied der Tarifkommission, „denn wir legen einen Grundstein für die Bildung und Teilhabe der Kinder.“ Dieser Gedanke sei bei vielen aber noch nicht angekommen. Als Erzieher „passe man nur auf spielende Kinder auf“, beklagte Cornelia Dürbusch die Wertschätzung ihres Berufs. Dabei seien die Anforderungen mit den Jahren stetig gestiegen: „Und die vierjährige Ausbildung ist unentgeltlich, das ist abschreckend.“ Nachwuchssorgen gebe es schon jetzt.

Einige Eltern, die gestern ihre Kinder nicht in die Kindertagesstätten bringen konnten, zeigten wohl nur noch bedingt Verständnis. „Sie können nicht verstehen, warum man auf die Straße geht und sie ihren Urlaub umplanen müssen“, sagte Christoph Wolf. Aber das ist nicht bei allen so. „Bei uns zeigten die Eltern großes Verständnis“, so Dürbusch. Nicht nur Akzeptanz, sondern auch Unterstützung für die Warnstreiks forderte Sandra Bekiesch-Skripuletz, Elternvertreterin aus Hemmingen: „Wir wollen schließlich, dass unsere Kinder liebevoll betreut werden, und das geht nur mit guten Kräften und Motivation.“

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