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MARODE: Im Freibecken des Fössebades kann schon seit Jahren nicht mehr geschwommen werden.

MARODE: Im Freibecken des Fössebades kann schon seit Jahren nicht mehr geschwommen werden.© Mario Moers

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Hallenbad

Hannover: 20 Millionen fürs Fössebad

In der Ratspolitik ist es inzwischen ein offenes Geheimnis, und auch „Béi Chéz Heinz“-Geschäftsführer Jürgen Grambeck wurde die Nachricht schon zugetragen: Die Stadt plant den Neubau des maroden Fössebades, und zwar ohne den alternativen Kultur- und Musikclub „Béi Chéz Heinz“ im Nachbargebäude.

Hannover. „Dann muss uns die Stadt eine Alternative zeigen, aber die sehe ich nicht“, sagt Jürgen Grambeck. Das „Béi Chéz Heinz“ an anderer Stelle neu zu bauen, würde jedoch bedeuten, dass die Stadt tief in die Tasche greifen müsste.

Ähnlich wie beim Misburger Bad gibt es auch beim Fössebad dringenden Handlungsbedarf, nur stellt sich in Limmer die Angelegenheit noch komplizierter dar. Gut 20 Millionen Euro muss die Stadt in den Neubau stecken - ohne Sauna, mit 50-Meter-Schwimmbecken. Geld, das die Kommune nicht hat. Zurzeit favorisiert wird eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP): Ein Investor finanziert, die Stadt zahlt eine Kaufmiete für den Neubau, der nach einer verabredeten Laufzeit in ihr Eigentum übergeht. Problem: Aus rechtlichen Gründen müsste die Stadt dem privaten Betreiberverein dann kündigen. Beim Wassersportverein Waspo, der das Fössebad betreibt, ist man nicht gerade begeistert über diese Vorstellung - und kündigte öffentlich schon mal eine „Mobilmachung Lindens“ für diesen Fall an.

Im Rathaus gilt das Thema deshalb als hochsensibel, man will sich nicht in die Karten schauen lassen: Im April werde man der Ratspolitik eine Vorgehensweise vorschlagen, heißt es. Auch die Frage, ob das neue Fössebad ein Freibad erhalte, sei dann geregelt. Und der Betreiberverein könne ohnehin noch fünf Jahre weitermachen, denn die Eröffnung sei erst für 2021 geplant. „Bis dahin haben wir die Modalitäten geklärt“, heißt es von Seiten der Verwaltung.

„Béi Chéz Heinz“-Chef Jürgen Grambeck hat gestern vorgeschlagen, dass der Club künftig die wirtschaftliche Verantwortung für das Gebäude übernehmen könne. Die jährliche Pacht von etwa 30 000 Euro wolle man in die Gebäudeunterhaltung stecken.

Bei der Stadt hieß es am Mittwoch, man werde eine Lösung „zur Zufriedenheit aller“ finden. Das „Béi Chéz Heinz“ werde aus Hannover nicht verschwinden.


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