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BLICK NACH OBEN: Florian Güthlein unter einer der rund 100 veralteten Kameras im Hauptbahnhof. Die nächsten Monatewerden etwa 150 neue Geräte im Gebäude installiert. Die digitaleTechnik soll in Echtzeit gestochen scharfe Bilder in die Dienststelle der Bundespolizei-inspektion Hannover (links) liefern.Fotos: Petrow

Die digitale Technik soll in Echtzeit gestochen scharfe Bilder in die Dienststelle der Bundespolizei-Inspektion Hannover liefern.© Florian Petrow

Sicherheit

Hannover: 150 neue Kameras im Bahnhof

Bedrohung durch islamistischen Terror, immer mehr Fußball-Reiseverkehr, steigende Zahlen von Eigentums- und Gewaltdelikten - passend zu den aktuellen Sicherheitsanforderungen bekommt der Hauptbahnhof Hannover eine neue Technik.

Hannover. Deutsche Bahn und Bundespolizei rüsten das Gebäude mit neuen und mehr Kameras aus. In den kommenden Wochen sollen die Arbeiten beginnen und im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Zurzeit hängen rund 100 Kameras im Bahnhof, in Zukunft wird es etwa 150 moderne Geräte geben, die in Echtzeit digitale Bilder in die Bahnbetriebszentrale und in die Dienststelle der Bundespolizeiinspektion am Bahnhof senden. Die bisherige Technik ist alt. „Sie ist in den 90er Jahren installiert worden. Die Bildauflösung ist nicht mehr up to date“, sagt der Leiter der Bundespolizeiinspektion Hannover, Florian Güthlein.

Nicht mehr auf dem Stand der Dinge und nicht mehr zeitgemäß für einen Bahnhof, in dem täglich 250.000 bis 300.000 Menschen unterwegs sind. Und wo viel passiert. „Video-Überwachung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Strafverfolgung“, so Güthlein. Die Bilder liefern im Idealfall Abläufe von Schlägereien, zeigen die Beteiligten und ihr Handeln. Auch Taschendiebe werden nicht selten gefilmt. Sobald eine Tat bei der Bundespolizei angezeigt wird, gehen die Beamten zum Video-Arbeitsplatz und suchen nach Aufnahmen von den Tätern. Mit den Bildern fahnden sie dann im Bahnhof nach den Langfingern. Auch bei der Gefahrenabwehr hilft die Technik: Die Ankunft von großen Fußballfan-Gruppen und ihre Umstiege lassen sich mit der Technik überwachen - und die Polizei kann bei Bedarf einschreiten. Die 150 neuen Kameras können im 360-Grad-Radius aufzeichnen. Bislang war das nicht möglich: Die alten Geräte sind zwar schwenkbar, filmen aber nur in eine Richtung. Güthlein betont, dass die Aufzeichnung gemäß der Vorgaben des Datenschutzes gespeichert und automatisch wieder gelöscht werden. Eine maximale Speicherdauer von 30 Tagen sei zulässig.

Zur Höhe der Gesamtkosten für die Umrüstung macht die Bahn keine Angaben. Die neue Anlage in Hannover ist Bestandteil eines Programms von Bahn und Bund. Beide „investieren bis 2023 rund 85 Millionen Euro in Ausbau und Erweiterung der Video-Überwachung auf deutschen Bahnhöfen“, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Erst gestern wurden in Bremen 88 neue Videokameras im Hauptbahnhof in Betrieb genommen. Die Kosten in der Hansestadt belaufen sich auf mehr als eine Millionen Euro.

Britta Mahrholz


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  • Landkreis: Region Hannover
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