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Meine Stadt Hannover: 35 Krippenkinder müssen umziehen
Hannover Meine Stadt Hannover: 35 Krippenkinder müssen umziehen
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06:00 26.02.2019
WASSERSCHADEN: Die Krippe im Ihmezentrum muss für einige Monate schließen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Ein Wasserrohrbruch mit heftigen Folgen: Weil der Schaden zu spät bemerkt worden ist, muss die Ihme-Krippe im Ihmezentrum nun relativ kurzfristig für eine Sanierung geräumt werden. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die 35 Kleinkinder für wenigstens drei bis vier Monate im Familienzentrum der Caritas in der Dresdner Straße betreut werden.

Ein weiter Weg von Linden nach Vahrenheide. Entsprechend besorgt zeigten sich auch etliche Mütter am Montag im Jugendhilfeausschuss des Rats. Eine Stunde Fahrtzeit sei kaum zumutbar. Sie wollten wissen, wieso es keine Alternative gebe.

Ein kleines bisschen Hoffnung

Da konnte Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski zumindest ein kleines bisschen Hoffnung geben: „Das Kultusministerium hat zugesichert, alternative Lösungen noch einmal zu prüfen“, sagte sie. „Ich hoffe, in den nächsten Tagen auf eine Rückmeldung.“

Das Problem: Die Stadt entscheidet nicht alleine, Kitas müssen vom Ministerium genehmigt werden. Und das hatte alle näher gelegenen Alternativen zunächst als ungeeignet abgelehnt. „Diese Räumlichkeiten sind nicht optimal“, räumte Rzyski ein, „aber Transporte sind auch nicht optimal.“ Priorität habe aber die Sicherstellung der Betreuung.

Dringlichkeitsantrag der Ampel

In einem einstimmig angenommenen Dringlichkeitsantrag forderte das Ampel-Bündnis die Verwaltung auf, mit noch mehr Nachdruck auf eine Lösung hinzuarbeiten. Spätestens zum nächsten Kita-Jahr ab 1. August aber müssten die Kinder wieder in Linden betreut werden. Patrick Döhring (FDP) äußerte die Hoffnung, „dass in einer solchen Situation auch eine Landesbehörde einen gewissen Entscheidungsspielraum hat.“

Bei der Verwaltung stieß der Antrag indes offenbar auf offene Türen. „Was wir prüfen können, ist in der Prüfung“, betonte Rzyski. „Aber so viele Möglichkeiten gibt es nicht.“ Für den Transport der Kinder würde die Stadt aber gegebenenfalls einen Shuttleservice organisieren. Was die Eltern allerdings nicht wirklich beruhigen kann. Denn was ist, wenn sich die Eltern verspäten oder das Kind einmal früher abgeholt werden muss?

Von Andreas Krasselt

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