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Meine Stadt Hanebuth macht erst mal Urlaub
Hannover Meine Stadt Hanebuth macht erst mal Urlaub
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00:22 27.07.2015
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Hannover

Schon am Montag könnte es so weit sein –vorausgesetzt, die 60.000 Euro Kaution sind bis dahin gezahlt. Besser gesagt überwiesen. Das Geld wird in Deutschland bei einer Bank eingezahlt und nach Spanien transferiert. Am Montag könnte es bei der Justiz in Madrid auf dem Konto sein. „Dann kommt Frank frei“, so Gonzalo Boye, Hanebuths spanischer Anwalt, zur NP. Der Rockerchef war zusammen mit dem mallorquinischen Hells Angel Khalil Y. der Letzte, der im Zuge der Razzia „Casablanca“ am 24. Juli 2013 in Haft genommen worden war und noch im Gefängnis saß. Y. soll nach der Entscheidung des Obersten Spanischen Gerichts ebenfalls gegen die Zahlung von 60.000 Euro entlassen werden.

Die Richter machten Hanebuth zwei Auflagen, an die er sich zu halten hat: Er darf Spanien nicht verlassen. Deshalb wird sein Pass einbehalten. „Und er muss sich einmal am Tag bei der Polizei melden und eine Unterschrift leisten“, berichtet Boye. Götz von Fromberg, Hanebuths langjähriger Anwalt in Hannover, hatte zu dem 50-Jährigen zwar gestern noch keinen Kontakt, war aber erleichtert, als er von der Freilassung erfuhr. „Das war der schwerste Kampf“, sagt er. In den vergangenen zwei Jahren hatte es im Bemühen, Hanebuth in Spanien freizubekommen, für die Anwälte immer wieder Rückschläge gegeben.

Zuletzt am 22. Juni, als Ermittlungsrichter Eloy Velasco es abgelehnt hatte, den Höllenengel nach 700 Tagen aus der U-Haft zu entlassen (NP berichtete). Das Oberste Spanische Gericht in Madrid kippte nun den Beschluss des Richters, der innerhalb von zwei Jahren keine neuen Ermittlungsergebnisse vorgelegt hat. Wenn Hanebuth draußen ist, „wird er Urlaub machen“, meint Boye: „Wir suchen ein Haus für ihn“, so der Spanier.

Die Freilassung von Hanebuth sprach sich in Hannover rum wie ein Lauffeuer. Am Abend versammelten sich Rocker mit ihren Maschinen vor dem Rathaus zu einem Gruppenfoto. Sie trugen Shirts mit der Aufschrift „Free Frank“

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