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Meine Stadt Hanebuth: Zettelte er eine Schlägerei im Knast an?
Hannover Meine Stadt Hanebuth: Zettelte er eine Schlägerei im Knast an?
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10:48 08.08.2013
Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth wird in Handschellen abgeführt. Quelle: dpa
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Palma de Mallorca

Alles Quatsch, sagt dagegen Klaus Peter Beyer, einer der Anwälte des 49-Jährigen auf der Ferieninsel: „Das ist völlig an den Haaren herbeigezogen.“

Das Blatt schreibt, dass es im Knast „bald nach Hanebuths Ankunft zu Revierkämpfen um Macht und Einfluss mit anderen Gefangenen gekommen“ sei. Angeblich hätte der Rocker-Boss seine Truppe formiert. Er sei „von mehreren der kürzlich verhafteten Hells Angels unterstützt“ worden, so die Zeitung. Wann es zu der mutmaßlichen Schlägerei mit Hanebuth in der Haftanstalt gekommen sein soll, berichtet „Ultima Hora“ nicht. Als Konsequenz aus der angeblichen Auseinandersetzung soll Gefängnisdirektor Gustavo Villas Isolationshaft für Hanebuth angeordnet haben.Begründung: Der frühere hannoversche Angels-Präsident war mal Schwergewichtsboxer und sei deshalb ein „gefährlicher Häftling“. Beyer entsetzt die neuerliche Berichterstattung über Hanebuth: „Die ganze Sache ist völlig abwegig.“

Der Anwalt, der auf Mallorca lebt, hat seinen Mandanten am Montag zuletzt im Gefängnis an der Straße Carretera de Palma al Puerto de Sóller besucht. Und da war alles wie immer. Denn Hanebuth sitzt nicht erst seit neuestem in Isolationshaft, sondern bereits, seit er von Ermittlungsrichter Eloy Velasco vor mehr als zwei Wochen hinter Gitter geschickt wurde. „Er war die ganze Zeit in einer Einzelzelle. Einmal am Tag konnte er raus zum Hofgang. Es gab keinen Kontakt zu Mitgefangenen“, erklärt Beyer. Ende vergangener Woche haben Hanebuths Verteidiger zudem beantragt, dass die Einzelhaft für ihn aufgehoben wird.

Laut „Ultima Hora“ sei der 49-Jährige wegen der angeblichen Schlägerei in den „Hochsicherheitstrakt“ der Haftanstalt von Palma verlegt worden. Beyer: „Da gibt es überhaupt keinen Hochsicherheitstrakt. Schwerkriminelle sitzen dort nicht ein, sondern werden ins Gefängnis nach Madrid gebracht.“

Am Dienstagnachmittag hatte Hanebuth noch Besuch von seinem Sohn gehabt. Und am Abend habe er mit seiner Freundin telefoniert. Ob Schlägerei oder Isolationshaft: „Wenn da was gewesen wäre, hätte er es sicher der Lebensgefährtin erzählt“, so der Rechtsanwalt.

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