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Meine Stadt Diese Hannoveranerin ist das neue Gesicht der deutschen Handwerker
Hannover Meine Stadt Diese Hannoveranerin ist das neue Gesicht der deutschen Handwerker
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00:17 19.02.2019
MODERN: Mit dem Tablet zeigt Antonia Ramb ihrer Kundin, zu welcher Kosmetik-Behandlung sie rät. Quelle: Foto: Wilde
Hannover

 Wenn Antonia Ramb über ihren Beruf redet, sprühen ihre Augen Funken. In ihrer Branche (sie wird Kosmetikerin) würde jeder sofort denken: „Sie hat den Glow.“ Das muss auch Hans Peter Wollseifer, den Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, überzeugt haben. Mit einer Jury hat er die 21-Jährige zum Gesicht einer Imagekampagne gemacht.

Bundesweit werden in den kommenden Wochen Plakate mit dem Foto der Hannoveranerin zu sehen sein. Viele Fernsehsender zeigen Videos von ihr und den anderen vier Botschaftern. Sehr sympathisch sollen die rüber bringen, wie das Handwerk heute ist – modern und zukunftsgewandt.

Antonia Ramb arbeitet im zweiten Ausbildungsjahr in der Kosmetikpraxis Thronicke. „Ein super Team“, schwärmt sie von der Chefin und ihren Kolleginnen. Weil das Institut, prämiert unter anderem durch den Stadt-Hannover-Preis oder „Gloria“, dem deutschen Kosmetikpreis), weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, wollte Ramb unbedingt dort ihren Beruf lernen.

Geboren in Kenia, adoptiert und aufgewachsen in Syke (nahe Bremen) hat nicht mal der Umzug und die Entfernung von Familie und Freunden die Handwerksbotschafterin von ihren Plänen abgehalten. „Kosmetik ist für mich viel mehr als bloßes Schminken“, sagt sie. „Ich will Hautbilder erkennen und bestimmen können. Das lerne ich am besten hier.“

Inzwischen hat allerdings auch Chefin Andrea Thronicke-Stwerka Einiges von ihrer Auszubildenden gelernt. Denn im Team ist Antonia Ramb die Social Media-Expertin. Egal ob auf Instagram, Snapchat, Facebook oder Twitter – die 21-Jährige erklärt, was Kosmetik ist und was sie leisten kann. Das schafft sie dermaßen gut (auch mit dem eigenen Instagram-Account @missgoodvibes_official), dass sie im Handwerk schon als „Influencerin“ gilt.

„Nö, Influencerin bin ich nicht“, wehrt die Botschafterin Vergleiche mit Spielerfrauen oder Models ab. „ich stelle einfach vor, was ich liebe.“ Und das ist außer ihrem Freund vor allem der Beruf.

Durch Thronickes Social-Media-Auftritte hätte die Praxis jüngere Kundinnen gewinnen können, berichtet Ramb. Ihr sei wichtig, zu zeigen, „wie Digitalisierung das Handwerk bereichert“.

Vor den ersten Auftritten als Botschafterin steht nun Büffeln an. Antreten zur Zwischenprüfung. Antonia Ramb hofft, dass sie die mit Bravour meistert. Und was möchte sie nach Ende der Ausbildung unternehmen? „Hier in Hannover in diesem Team bleiben“, sagt sie. Und wieder sprühen ihre Augen Funken.

Von Vera König

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