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Horror-Crash

Hänigsen: Keine weiteren Ermittlungen nach Unfall

Versicherung von Ermittlungsverzicht überrascht. Kein Raser-Problem an Unfallstelle.

Hannover. Wie geht es weiter nach dem schrecklichen Unfall in Hänigsen (Uetze), bei dem am Sonntagabend drei Menschen getötet wurden (NP berichtete)?

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat bereits angekündigt, dass sie keine Ermittlungen aufnehmen wolle. „Wir können nur gegen Lebende ermitteln“, hatte Staatsanwältin Christina Pannek diesen Schritt begründet. Damit werde weder der Fahrer obduziert noch das Auto weiter untersucht.

Eine Ankündigung, die in Versicherungskreisen für Überraschung gesorgt hat. „Die Ermittlungsunterlagen sind für die Regulierung hochgradig wichtig“, sagt Liane Hauburg, Sprecherin des Versicherers HDI. Allerdings sei es „durchaus üblich, dass die Staatsanwaltschaft keine Ermittlungen aufnimmt.“ Da eine strafrechtliche Verfolgung des Fahrers nicht mehr möglich ist, weil er selbst bei dem Unfall starb, geht es nur um zivilrechtliche Ansprüche, die zum Beispiel der Mann der getöteten Fußgängerin Karola W. (48) stellen könnte. „Anspruchssteller wären da“, bestätigt Hauburg.

Ob sich bisher überhaupt jemand mit Ansprüchen an eine Versicherung gewandt hat, ist unklar. „Bei uns ist noch keine Schadensmeldung eingegangen“, stellt Hauburg klar.

Auch im Dorf sorgt der Unfall weiterhin für Gesprächsstoff. „Er ist immer noch Thema“, sagt Ortsbürgermeister Norbert Vanin. Schließlich seien „zwei der Geschädigten örtlich bekannt“ gewesen.

Eine generelle Gefahr an der Unfallstelle durch überhöhtes Tempo sieht der Politiker nicht. Unfallfahrer Manuel R. soll nach Augenzeugenberichten weit über 100 Stundenkilometer schnell gewesen sein. Erlaubt sind 50. Mutmaßungen, dass der Fahrer wusste, dass am Wochenende auf der Strecke nicht geblitzt werde, weist Vanin zurück. „Die Kollegen von der Polizei messen dort am Wochenende, auch sonntags“, sagt er.

Anwohner hatten der NP gegenüber kritisiert, dass in Hänigsen an vielen Stellen - auch am Unfallort - gerast werde. „Wir haben keine überproportionalen Werte feststellen können“, sagt Vanin über die Unfallstelle. An anderen Straßen gebe es Probleme - zum Beispiel aus Richtung Wathlingen. Das sei eine gerade, gut einsehbare Strecke. „Wir haben mit dem Ortsrat bereits vor zwei Jahren eine Messanlage gefordert“, sagt der Ortsbürgermeister. Bisher gibt es sie nicht.


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