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Die Grundschüler und die Handball-Helden.

Die Grundschüler und die Handball-Helden.
 © Wilde

Zeitung in der Grundschule

Grundschüler trainieren mit den Recken

Hartes Training – harte Fragen: Im Rahmen des Projekts Neue Presse in der Grundschule waren am Mittwoch die Recken der TSV Hannover-Burgdorf unterwegs. Die Schüler der Grundschule Uetze durften die Profis nach ihren Hobbys und nach dem Training fragen. Wie hart das ist, bekamen sie noch am eigenen Leib zu spüren.

Hannover. Manchmal muss so ein Journalist eben auch gute Nerven haben. „Ihhh“ schallt es in der Turnhalle der Grundschule Uetze von den Bänken voller Nachwuchsreporter zurück. Heidmar Felixson, der Jugend-Trainer der Handball-Recken, ist gebürtiger Isländer – und hat soeben Katharina (9) erzählt, was man in seiner Heimat so isst. Zum Beispiel Schafsköpfe.

Beim Besuch der TSV Hannover-Burgdorf in der Schule ging es aber auch um andere Sachen als Innereien. Die Klassen 4a und 4c hatten Interviewteams gebildet, um den Handballern bei ihrer Pressekonferenz spannende Antworten zu entlocken. Mit dabei: Kapitän Torge Johannsen und Torwart-Riese Malte Semisch.

Mehr als 75 Zentimeter trennen den Zwei-Meter-Mann vom neunjährigen Aras, der ihm gerade so bis zum Bauchnabel geht.
Wie groß Johannsen ist, interessiert Lilli (9) gar nicht, Sie will lieber wissen, wie man Kapitän wird. „Die Mannschaft muss Vertrauen zu dir haben. Man hat eine Vorbildfunktion. Und dann wird man gewählt“, antwortet der 33-Jährige. „Und freut ihr euch auf das Spiel gegen Favorit Kiel?“, fragt Theo (9).

Schwieriges Thema – Semisch und Johannsen sind beide verletzt. „Klar freuen wir uns auf ein gutes Spiel. In der ausverkauften Tui-Arena zu spielen, wird ein Spaß. Bis dahin stehe ich auch wieder auf dem Feld“, verkündet der Kapitän. Ein bisschen Zeit für ein paar neue Spielzüge haben sie noch. „Ein bis zwei Wochen dauert es, einen neuen einzuüben“, antwortet Johannsen auf die Frage von Ryan (10).

Wie hart das sein kann, lernen die Kinder beim Training selbst. „Keiner fasst einen Ball an!“ ruft Felixson laut und alle stehen stramm. „Laufübungen, Dehnen und danach auf einem Bein balancieren.“ Der ausgebildete Polizist gibt Kommandos und alle hören hin. Bei den Wurfübungen werden alle Fehler ausgebügelt – ein Handball-Crashkurs mit Folgen: Einer der Schüler hört nicht auf, den Chef zu stören, und alle machen Liegestütze. Nach zehn Minuten werfen dafür alle einwandfrei einen Pass mit Bodenkontakt, und Spaß macht es ihnen auch.

Die Recken, die zum Teil 45 Minuten angereist sind, geben noch Autogramme. Das Schaf haben am Ende alle vergessen, im Kopf ist nur noch Handball.

Von Jan Heemann


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