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Meine Stadt Grüne wollen Strom-Taxis für Hannover
Hannover Meine Stadt Grüne wollen Strom-Taxis für Hannover
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00:16 19.05.2017
PILOTPROJEKT: Michael Frenzel, im Verkehrsverband für die Taxifahrer tätig (von links), Wolfgang Pettau, Geschäftsführer von Hallo Taxi 3811, Elisabeth Clausen-Muradian, Ratsgrüne Hannover und Heinrich Jacobi, Autohändler. Quelle: Schaarschmidt
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HANNOVER

Geht es nach den Grünen im Stadtrat, wird Hannover „Vorreiter“ in Sachen Elektromobilität – bei Taxis und Mietwagen. Das sei Ziel des Vorschlags der Fraktion für ein „Pilotprojekt“, das Elisabeth Clausen-Muradian am Dienstag vorstellte. Ein Vorschlag mit einem Auftrag an die Verwaltung, das zu koordinieren und für die Umsetzung zu sorgen, soll in das Stadtparlament eingebracht werden, erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Ratsgrünen.

Einbezogen in die Planung waren die Taxibranche und ein Autohändler. Unterm Strich kam heraus, das „man“ gerne hätte, dass jedes zehnte hannoversche Taxi ein Elektroauto sein soll – das wären 55 bis 60. Allerdings gibt es noch kein passende Fahrzeugangebot der Autoindustrie. Man habe aber mit Volkswagen gesprochen. Dort wurde darauf verwiesen, dass wohl 2020 der Transporter T 7 (nächster „Bulli“ und das Modell „ID“ in Serie gehen. Ob die dann auch als E-Taxi-Variante vom Band rollen, ist nicht sicher, doch Autohändler Heinrich Jacobi ist davon überzeugt – VW werde ja nicht die Kundschaft verlieren wollen. Gehofft wird auch auf eine Art Unterstützung durch VW – Zusagen dafür gibt es keine, aber auch das sei üblich, sagen die Pilot-Planer. Die Taxi-Branche verweist darauf, dass das ja auch ideal wäre für VW, „Erfahrung in der Praxis zu sammeln“, wie das so ist mit den E-Autos. Die Grünen hoffen da auch auf hilfreichen Einfluss des Landes – immerhin Großaktionär bei dem Autobauer in Wolfsburg. Das Pilotprojekt soll auch mit Fördermitteln ins Laufen gebracht und am Leben gehalten werden. Ob es die Mittel dafür gibt oder genau dann gibt, wenn sie ab 2020 gebraucht würden, ist völlig offen – da setzen die Ratsgrünen auf Bund, Land und Stadt und dass Elektromobilität auch künftig oder künftig sogar noch stärker gefördert wird.

Ein Teil des erhofften und benötigten Geldes soll in neue Ladestationen fließen – da könne wiederum die Stadt ja die Stadtwerke bewegen, entsprechende Möglichkeiten zu installieren. An zunächst zehn Ladestationen ist gedacht, ausschließlich für die Taxen vorgehalten und möglichst in Stadtbahnnähe – da könne man gleich den Üstra-Strom abzapfen - der ist ja auch noch „öko.“

Von RALPH HÜBNER

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