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Die Feuerwehr in Isernhagen haben den Brand in der Scheune gelöscht.

Die Feuerwehr in Isernhagen haben den Brand in der Scheune gelöscht.© Elsner

Polizei

Großbrand in Isernhagen: Suche nach dem Feuerteufel

Die Brandermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, die Polizei hält sich mit Spekulationen zurück. Doch schon jetzt sind viele Feuerwehrleute und Anwohner in Isernhagen K.B. überzeugt: Der berüchtigte Feuerteufel hat wieder zugeschlagen.

Von Britta Lüers

Isernhagen. Erst am Sonnabend hatte ein Unbekannter 15 Strohballen an der Hauptstraße in Brand gesteckt (NP berichtete). Die Ermittler zogen einen geschmolzenen Benzinkanister aus der Glut. Möglicherweise hatte ihn der Täter zurückgelassen.

Knapp 28 Stunden später heulten die Feuerwehrsirenen erneut: Gegen 1.50 Uhr hörte ein Nachbar an der Dorfstraße einen lauten Knall. Als er aus dem Fenster blickte, sah er das Scheunendach des Biohofs Deiters lichterloh in Flammen stehen. Auch Nachbarskind Sandy Klemme (10) hörte den Knall: „Ich dachte erst, das wäre Hagel.“ Von brennenden Schweinen und Pferden habe ihre Mutter ihr am Morgen berichtet. „Ich verstehe nicht, wer das gemacht hat“, so die Zehnjährige.

Einem Nachbarn, der am Nachmittag zufällig an der abgebrannten Scheune vorbeifährt, kommt nur ein Verdächtiger in den Sinn: „Das hat der Feuerteufel gemacht.“ Biobauer Heinrich Deiters (53) hält sich mit Schuldzuweisungen zurück: „Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich der Feuerteufel war. Der ist noch nie an Vieh rangegangen.“

Sollte das jüngste Feuer jedoch tatsächlich auf das Konto des Brandstifters gehen – es wäre seine bislang verheerendste Tat. Seit Januar 2005 habe der Unbekannte meist Strohballen angezündet, so die Polizei. Nur selten Scheunen, Garagen oder Holzstapel. Doch in der Nacht zu Montag kamen erstmals Tiere ums Leben: 49 Mutterschafe und zwei Schweine konnten Deiters und seine Nachbarn nur noch tot aus dem Stall ziehen. Schaden: rund 300.000 Euro. Zudem steht die Scheune in einem dichtbesiedelten Gebiet.

Ein Feuerwehrmann zur NP: „Wir haben Angst, dass die Taten des Feuerteufels eine neue Qualität erreicht haben.“ Und noch etwas belastet die Helfer: „Hoffentlich ist es keiner von uns.“


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