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Meine Stadt Grippeerkrankungen sind in Hannover auf dem Höchststand
Hannover Meine Stadt Grippeerkrankungen sind in Hannover auf dem Höchststand
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00:17 04.02.2018
Die Zall der Grippeerkrankungen hat in Hannover einen Höchstand erreicht. Quelle: dpa
Hannover

Im Großraum Hannover steigen die Fieberkurven: Die Zahl der Grippeerkrankungen in der Region habe den bisher höchsten Stand dieser Saison erreicht, sagt Holger Scharlach, Sprecher des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA): „Wir sind schon richtig in der Grippewelle drin.“ Auch die Zahl der Erkältungen befinde sich auf einem Saison-Hoch.

Bei der echten Grippe sind es meist Viren aus der sogenannten Yamagata-Linie, die bei immer mehr Menschen für Kopf- und Gliederschmerzen sorgen. Dieser Influenza-B-Typ dominiere derzeit landesweit, so Scharlach.

In mehr als 80 Prozent der im NLGA-Labor getesteten Proben sei dieser Typ nachgewiesen worden, so Scharlach. Pikantes Detail: Die Vorbeugung mit dem kostenlosen Dreifachimpfstoff hilft nicht gegen die weitverbreitete Ya­magata-Variante.

Frühes Impfen sinnvoll

Dagegen geschützt sind nur Bürger, die den Vierfachimpfstoff aus eigener Tasche be­zahlt haben. Erst seit kurzem, so der NLGA-Sprecher weiter, empfehle die Ständige Impfkommission am Berliner Robert-Koch-Institut – also die maßgeblichen Gesundheitsexperten – den Vierfachimpfstoff; speziell für „Hochrisikogruppen“. Kassenleistung wird der Vierfachimpfstoff aber erst, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss diesen in die Schutzimpfungsrichtlinie aufnimmt. Dies kann bis zu drei Monate dauern.

Bürger, die sich jetzt noch impfen lassen wollen, sollten mit ihrem Hausarzt sprechen. Der könne sie darüber aufklären, ob sich das noch lohnt. Denn der Aufbau des Schutzes dauere rund zwei Wochen, so der NLGA-Sprecher. Sinnvoller sei, sich schon im Oktober oder November impfen zu lassen.

Daran sollten besonders Menschen denken, die älter als 60 Jahre sind, sowie Patienten mit Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen. Nach einer Untersuchung des Robert-Koch-Institutes hat nur etwa ein Drittel der über 60-Jährigen in der Grippe-Saison 2016/17 an einer Schutzimpfung teilgenommen.

Grippesaison endet im März oder April

Was die aktuelle Grippewelle angeht, „ist der Krankenstand im Vergleich zur Vorwoche sehr stark angestiegen“, meldet das NLGA auf seiner Internetseite. Dies zeige sich landesweit auch in Kindertagesstätten. Etwa 4.400 Mädchen und Jungen von knapp 28. 000 hätten die Grippe – das ergebe einen Krankenstand von knapp 16 Prozent, in der Vorwoche lag er bei gut zwölf Prozent.

Erfahrungsgemäß, so NLGA-Sprecher Scharlach, ende die Grippe-Saison im März, manchmal auch erst im April.

Andreas Körlin

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