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Meine Stadt Giftpilze: MHH warnt Flüchtlinge mit Plakaten
Hannover Meine Stadt Giftpilze: MHH warnt Flüchtlinge mit Plakaten
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14:18 18.09.2015
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Hannover

Nach Pilzvergiftungen bei mehr als 30 Flüchtlingen in Niedersachsen warnt die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) nun mit Plakaten vor der Gefahr. "Wir stehen am Anfang der Pilzsaison. Wenn wir damit Leute erreichen, können wir wirklich Leben retten", sagte MHH-Sprecher Stefan Zorn am Freitag in Hannover.

Das Plakat warnt vor dem Verzehr des Knollenblätterpilzes und wurde in sieben Sprachen übersetzt, darunter Arabisch, Türkisch und Kurdisch. Zusätzlich zu den Hinweisen zeigt es ein Bild des Pilzes. Er hat nach den Berichten von Flüchtlingen große Ähnlichkeit mit essbaren Arten aus Syrien.

Durch die Verwechslungsgefahr haben sich in dieser Woche insbesondere syrische Asylsuchende an ihm vergiftet. Das Plakat wurde binnen zwei Tage vom Flüchtlingshilfe-Netzwerk der Klinik umgesetzt, dem laut Zorn "rund 100 Angestellte vom Doktor bis zum Arbeiter" angehören. Sie übersetzten zunächst ein Plakat des Giftinformationszentrums Göttingen.

"Das Foto hat uns dann eine Fotografin aus Hannover zur Verfügung gestellt. Die wollte dafür nichts haben, das hat uns natürlich sehr gefreut", sagte Zorn.

Das fertige Aushang steht auf der Website der MHH als Download bereit. Zusätzlich wird es über die Deutsche Gesellschaft für Mykologie, die regionalen Gesundheitsämter und über das Landesinnenministerium in alle Flüchtlingsunterkünfte verteilt.

Inzwischen haben sich auch andere Bundesländer wie Bayern und Hamburg nach dem Plakat erkundigt. Die Zahl der vergifteten Flüchtlinge hat sich inzwischen stabilisiert. Knapp über 30 Fälle sind bekannt, "in den letzten Tagen sind keine dazu gekommen", sagte Zorn. 16 Patienten würden derzeit in der MHH behandelt.

Hier sind die Plakate zum Herunterladen:

Englisch (46,1 kB)
Französisch (187 kB)
Türkisch (283,6 kB)
Arabisch (166,2 kB)
Russisch (115,6 kB)
Persisch (251 kB)
Kurdisch (114,7 kB)
Deutsch (372,7 kB)
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