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Meine Stadt Gewinn zieht kräftig an
Hannover Meine Stadt Gewinn zieht kräftig an
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18:12 14.03.2018
WACHSTUMSKURS: Die Sparkasse meistert Digitalisierung. Quelle: Foto: Eberstein
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Hannover

Ein IPad für jeden der 1848 Mitarbeiter – bei der Sparkasse Hannover nennt sich das wahrscheinlich Investition ins Humankapital. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein netter Bonus, bringt stärkere digitale Kompetenz. Die zahlt sich spürbar aus bei der sechstgrößten Sparkasse Deutschlands, die Kunden jetzt auch mit Videoberatung begeistert.

„Nähe wird sich künftig anders definieren als rein räumlich“, sagt Vorstandschef Heinrich Jagau. Trotzdem gilt das Versprechen: Das Netz mit noch 104 Standorten wird nicht weiter ausgedünnt. Ende 2016 hatte das Kreditinstitut die Schließung von 30 Filialen umgesetzt. Das und auch die Gebührenanhebung 2017 änderte wenig an der Kundenzahl. Die liegt laut Vorstand Jens Bratherig stabil bei rund 740 000.

Die Trendwende sei geschafft, lautet Jagaus Fazit. Nach einem Jahr mit Moll-Tönen (2016 bezeichnete er als das schlechteste in der Geschichte) ist das Betriebsergebnis von 91 auf 121 Millionen Euro gestiegen, also um ein Drittel. Damit könne die Sparkasse wieder an die „ordentlichen“ Ergebnisse anknüpfen. Wachstumstreiber ist vor allem das Kreditgeschäft mit Firmenkunden – laut Vorstand Marina Barth plus 15 Prozent.

Dem soliden Kurs liegen Ertragszuwächse (zwei Drittel) und Aufwandsreduzierung zu Grunde. Beides half, die Folgen von Niedrigzins oder „Zinselend“ (wie Jagau es nennt), hohem Regulierungsaufwand und Veränderungsdruck durch die zunehmende Digitalisierung in den Griff zu bekommen. Die niedrigen Zinsen kurbeln das Kreditgeschäft an – auf 12,1 Milliarden Euro.

Weil Sparen nchts mehr bringt, investieren inzwischen immer mehr Kunden in Wertpapierprodukte. Für diesen Geschäftszweig sollen 100 zusätzliche Berater kommen. Immobilien bleiben nach wie vor gefragt: Das Baufinanzierungsgeschäft macht 7,2 Milliarden Euro aus. 515 Häuser und Wohnungen hat das Kreditinstitut vermittelt.

Die Bilanzsumme liegt bei 14,89 Milliarden Euro. Die Träger Stadt und Region können mit einer Ausschüttung wie im Vorjahr rechnen – außerdem fließen gut drei Millionen Euro in regionale Projekte. Das nennt sich „Perspektive Gemeinwohl“ und ist dem Vorstand genauso wichtig wie der Platz als zweitbeste Internetfiliale Deutschlands, der als bester Ausbildungsbetrieb der Finanzbranche oder ein Super-Rating.

Von Vera König

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