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Meine Stadt Gewerkschaft will bessere Bleibechancen für Flüchtlinge
Hannover Meine Stadt Gewerkschaft will bessere Bleibechancen für Flüchtlinge
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13:12 24.09.2018
Ein Flüchtling serviert in einem Café. Quelle: Ngg
hannover

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) spricht von 6826 Flüchtlingen, die in der Region Hannover einen Job gefunden haben, und beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach ist die Zahl der berufstätigen Flüchtlinge aus den acht wichtigsten Herkunftsländern – darunter Syrien, Afghanistan und der Irak – stark angestiegen. Vor drei Jahren lag die Zahl noch bei 3.020 Asylsuchenden.

„Die Zahlen zeigen, dass ein großer Teil der Menschen, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, im Berufsleben Fuß fassen konnte. Und zwar trotz Sprachbarrieren und teils enormer bürokratischer Hürden“, sagt NGG-Geschäftsführerin Claudia Tiedge. Positiv wertet die Gewerkschafterin den steigenden Anteil regulärer Jobs. Laut Statistik waren in der Region 65 Prozent der erwerbstätigen Flüchtlinge sozialversicherungspflichtig beschäftigt. „Diese Menschen verdienen ihr eigenes Geld, sie zahlen Steuern und Sozialbeiträge“, so Tiedge.

„Diese Menschen haben eine Bleibe-Chance verdient“

Dabei könne Zuwanderung ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel sein. Gerade auch das Ernährungsgewerbe suche händeringend Nachwuchs, betont Tiedge. „Hotels, Gaststätten, aber auch Bäckereien, Brauereien und die Lebensmittelverarbeitung haben jahrzehntelange Erfahrungen mit Zuwanderern.“ Die Wirtschaft könne wie schon in den 1960er- und 1970er-Jahren ein „Integrationsmotor“ sein.

Damit die Integration am Arbeitsmarkt weiter vorankomme, müsse insbesondere die Politik mehr tun. „Es kann nicht sein, dass immer wieder auch Flüchtlinge, die im Betrieb engagiert sind und gut Deutsch sprechen, von einem Tag auf den anderen abgeschoben werden“, kritisiert Tiedge. Diese Menschen hätten eine Bleibe-Chance verdient.

Von Fabian Mast

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