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Meine Stadt Gewalt in S-Bahnen: Deisterstrecke am häufigsten betroffen
Hannover Meine Stadt Gewalt in S-Bahnen: Deisterstrecke am häufigsten betroffen
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00:17 18.08.2017
Eine S-Bahn im Bahnhof Weetzen.  Quelle: Nils Oehlschläger
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Hannover

 Wer den S-Bahnverkehr im Raum Hannover nutzt, fährt in der Regel sicher. 170 Vorfälle in den Zügen registriert die DB Regio pro Jahr – bei etwa 30 Millionen Fahrgästen im Jahr. Von diesen 170 Vorfällen beträfen weniger als 20 einen Fahrgast, die meisten richteten sich gegen die Bahn-Mitarbeiter. Hier besonders betroffen: Die Begleiter auf der Deisterstrecke, sagte Ulrich Wiethaup, Teilnetzmanager der S-Bahn, gestern im Verkehrsausschuss der Region.

Von den 170 Vorfällen, die sich ausschließlich in den Zügen abspielen, würden 50 durch die Polizei weiter verfolgt, um Personen zu ermitteln. Möglich sei dies durch die Videoüberwachung in den S-Bahnen, pro Wagen drei oder vier. Mit Ausnahme der Wagen-Toiletten könne man 95 Prozent des Zuginneren mit den Videokameras erfassen, so Wiethaup weiter. Alkohol spiele bei den durchschnittlich 170 Fällen eher keine Rolle, ebenso der Fußball: „Bei diesem Thema ist es eher ruhig.“ Wenn etwas passiere, dann vornehmlich während des Nachtsternverkehrs.

Neben der Videoüberwachung, bei der permanent aufgezeichnet und die Bilder nach 72 Stunden gelöscht werden, setzt die DB Regio in den S-Bahnen durch die Region Hannover und den angrenzenden Landkreisen auch auf Sicherheitskräfte, die zu zweit ab 22 Uhr in jeder S-Bahn bis frühmorgens mitfahren. Ausnahme: Werktags sind diese zusätzlichen Mitarbeiter zwischen vier und sechs Uhr morgens nicht unterwegs, sondern nur an den Wochenenden.

Deren Arbeitsstunden belaufen sich in diesem Jahr alleine bereits auf 13 500 Stunden – schon jetzt ein Plus gegenüber den Vorjahren. Grund: Die Ausweitung des Nachtsternverkehrs nach Celle, Hameln und Nienburg. Im Dezember 2018 kommet dann noch zusätzlicher Verkehr nach Hildesheim dazu. „Mit unseren Maßnahmen sind wir gut aufgestellt, wie die Zahl der Vorfälle beweist“, so Ulrich Wiethaup.

Von ANDREAS VOIGT

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