Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Gewalt gegen Regionsmitarbeiter
Hannover Meine Stadt Hannover: Gewalt gegen Regionsmitarbeiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:04 12.09.2018
Das Haus der Region in der Hildesheimer Straße. Quelle: Pfennig
Hannover

Die AfD in der Regionsversammlung sieht eine zunehmende Gewalt gegen Mitarbeiter in der Verwaltung. In 2017 und 2018 gab es 17 Vorfälle, in denen Regionspersonal beschimpft oder angegangen wurde. In einem Fall gab es eine Bedrohung mit einem Messer, in einem anderen wurde ein Mitarbeiter am Arm gepackt. In zwei Fällen sei Strafantrag gestellt worden, geht aus der Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Die meisten Vorkommnisse passierten im Team Zuwanderung (7) und im Team Veterinärwesen (3). Anzeigen würden immer in Absprache mit den Betroffenen gestellt oder eben nicht.

AfD-Politiker Dietmar Friedhoff bedeutet das: „Insbesondere wenn es um aggressive Zuwanderer geht, schaut man nicht so gerne hin.“ Er spricht angesichts der wenigen Anzeigen von einer „Tendenz zur Bagatellisierung“. Er macht der Region also zum Vorwurf, sie schütze ihre Mitarbeiter nicht ausreichend beziehungsweise unterstütze sie nicht ausreichend nach den (zumeist verbalen) Attacken.

Ist das wirklich so? Regionssprecherin Christina Kreutz: „Für die These, dass Angriffe ein zunehmendes Problem seien, gibt es keine Anhaltspunkte.“ Erst seit Mai 2017 gibt es in der Verwaltung den Aggressionserfassungsbogen. Für die Jahre 2014, 2015 und 2016 habe man die Arbeitsunfälle ausgewertet, daraus hätten sich keine Angriffe auf Mitarbeiter ergeben.

Zumindest der Vorwurf, dass die Region zu wenig für den Schutz der Mitarbeiter tue, gibt es zahlreiche Gegenbeweise. Es gibt Gesprächsangebote für das betroffene Personal und Schulungen. Jeder Arbeitsplatz wird auf potenzielle Bedrohungen klassifiziert und bestimmten Schutzstufen zugeordnet. Derzeit wird gerade ein EDV-gestütztes Alarmierungssystem angeschafft. In 170 Diensttelefone sind Notfallapparate installiert worden. Das alleine hat 300.000 Euro gekostet. Die Videoüberwachung war da mit rund 10.000 Euro vergleichsweise günstig.

Der große Aufwand lässt allerdings erahnen, dass sich Mitarbeiter in der Regionsverwaltung zunehmend unsicher fühlen.

Von Thomas Nagel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem Fall Chico hat die Stadt 3600 Vorfälle mit Hunden untersucht. Das Ergebnis der Überprüfungen im eigenen Haus: Die Abläufe in den Behörden seien beim Umgang mit diesen Fällen in Ordnung, Handlungsbedarf sei nicht erkennbar, sagt die Stadt.

12.09.2018

Wegen der Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen hat die Stadt sämtliche Shisha-Bars in Hannover aufgefordert, Warnmelder zu installieren. Rechtlich durchsetzen kann sie das aber nicht. Es gibt zum Schutz von Gästen keine vorgeschriebenen Grenzwerte.

12.09.2018

Falsche Polizisten haben einen Rentner am Vinnhorster Weg am Dienstagabend um 34 000 Euro geprellt.

12.09.2018