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Meine Stadt Gema: Keine Einigung bei Gebührenstreit in Sicht
Hannover Meine Stadt Gema: Keine Einigung bei Gebührenstreit in Sicht
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06:15 09.11.2012
Disco Cosmos in Bethlehem in den autonomen Palästinensergebieten aufgenommen am 08.07.2010. Tanzen, feiern und vergessen - so lautet das Motto im "Cosmos". Die einzige Diskothek im Westjordanland lockt jede Woche mehrere hundert Palästinenser nach Bethleh
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 „20 Prozent bringen überhaupt nichts. Die hat man vorher auch schon bekommen, wenn man Mitglied beim Hotel- und Gaststättenverband Dehoga war“, sagt Louis Meyer, Chef der Diskothek Fun-Park in Laatzen.

Es sind vor allem solche großen Veranstaltungsorte, für die in Zukunft deutlich höhere Gema-Gebühren anfallen werden, weil sich diese verstärkt nach der Größe der Lokalität und der Höhe der Eintrittsgelder bemessen. „Es ist ein Drama“, klagt Meyer, der fordert, dass die Gema-Tarife stärker an der tatsächlichen Besucherzahl und nicht nur nach der Größe der Diskothek berechnet werden sollten. „Ich hoffe auf ein Einlenken der Gema“, sagt er. Auch André Lawiszus, Mitveranstalter der Party-Reihe „Der Rote Salon“, hält wenig von dem aktuellen Rabattangebot der Gema: „Eine Rabattierung ändert nichts am Grundproblem, dass die neue Gema-Staffel uns eher große finanzielle Nachteile bringt“. Ab April müsse er für die Partyreihe viermal so viel zahlen wie aktuell, von durchschnittlich 280 Euro pro Veranstaltung stiegen die Kosten auf künftig mehr als 1000 Euro. Acht bis neun Partys organisiert Lawiszus in der „RoterSalon“-Reihe im Jahr. Über den Eintrittspreis ließen sich die Gema-Gebühren nicht wieder reinholen, „denn die sind ja an den Eintrittspreis gekoppelt: je höher der Preis, desto höher die Gema-Gebühr“.

Ohnehin sollen die drei kleinen Verbände, mit denen die Gema jetzt eine Einigung erzielt hat, nur etwa 300 der etwa 2300 Diskotheken in Deutschland vertreten. Parallel dazu läuft noch ein Schiedsverfahren vor dem Marken- und Patentamt in München mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter, die alle Musiknutzer vereint. In Einzelfällen rechnen Disko-Betreiber und Veranstalter mit Kostensteigerungen von bis zu 2000 Prozent durch die neue Gebührenstruktur.

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