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Meine Stadt Gehalt von Ex-96-Star Mo Idrissou gepfändet
Hannover Meine Stadt Gehalt von Ex-96-Star Mo Idrissou gepfändet
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11:33 02.09.2015
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Hannover

Von Britta Mahrholz

Hannover. Mohamadou „Mo“ Idrissou (35) und sein Ärger wegen ausstehender Alimente - jetzt kommt es für den ehemaligen Torjäger von Hannover 96 knüppeldick: Gleich zwei Mütter lassen das Gehalt des Kameruners bei seinem neuen Verein KFC Uerdingen pfänden. Selin V. (37), mit der der Skandalkicker in Hannover Tochter Aliyah (11) hat, und Kim T. (29) aus Marl (NRW), die vor zwei Jahren Söhnchen Levi von „Mo“ bekam, haben ihre Rechtsanwälte beauftragt, bei dem Krefelder Club ausstehenden Unterhalt einzutreiben. Kinder in die Welt zu setzen und nicht für sie aufzukommen, ist kein Kavaliersdelikt: Idrissou muss sich deshalb am 26. Oktober in einem Strafprozess vor dem Amtsgericht Marl verantworten. Und gleiches könnte ihm auch in Hannover drohen.

Es sind keine Kleinigkeiten, die der Fußballer den Müttern schuldet. Vor etwa einem Jahr soll „Mo“ einfach die Zahlungen für Aliyah eingestellt haben. Etwa 14 000 Euro seien deshalb offen. 2014 war der 35-Jährige vom 1. FC Kaiserslautern zu Maccabi Haifa (Israel) gewechselt. Im Laufe der Jahre habe der Stürmer von Zeit zu Zeit immer wieder aufgehört, Unterhalt für das Mädchen zu überweisen. „Wir haben bei diversen Bundesliga-Vereinen, bei denen er gespielt hat, schon Gehalt gepfändet“, sagt der Laatzener Anwalt Christian Wolff, der V. vertritt.

Damit kennt sich Burghard Benecken auch aus. Der Jurist hat ebenfalls einen Gerichtsvollzieher beauftragt, um für T. und Levi beim KFC ein Teil von Idrissous Gehalt abzuschöpfen. Insgesamt bekomme seine Mandantin für sich und den Zweijährigen ausstehenden Unterhalt in Höhe von 30 000 Euro, erklärt Benecken. „Es gibt einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss des Amtsgerichts Düsseldorf“, so der Anwalt. Danach stehe der Kindsmutter für Levi vom Gehalt des 35-Jährigen beim KFC erst mal 7309 Euro zu. Und jeden weiteren Monat 314 Euro für den Jungen.

Bei derart hohen Zahlungsrückständen kam es bei den Beteiligten in den zurückliegenden Monaten gar nicht gut an, dass der Kicker bei Facebook gerne Fotos von sich bei Shoppingtouren in Düsseldorfer Edelboutiquen postete. Der KFC Uerdingen wusste um „Mos“ Geldprobleme, als der Verein aus der Oberliga Niederrhein ihn Mitte August verpflichtete. „Das ist aber seine Privatangelegenheit. Ich hoffe, er wird die Dinge in den Griff bekommen“, so der Vorsitzende Agissilaos Kourkoudialos gestern zur NP. Für den Club sei der Afrikaner „sportlich ein wichtiger Transfer gewesen“. Immerhin hat Idrissou der Mannschaft am vergangenen Wochenende mit seinem Kopfballtor gegen Schwarz-Weiß-Essen einen wichtigen Sieg beschert.

Dass der 35-Jährige seit der Geburt von Levi im März 2013 noch nicht einen Cent Unterhalt bezahlt hat, bringt ihm am 26. Oktober einen Platz auf der Anklagebank des Amtsgerichts Marl ein. Ganz so weit ist das Strafverfahren in Hannover noch nicht. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagt Sprecherin Anna Tafelski. Nach NP-Informationen soll „Mo“ erklärt haben, er habe für Aliyah zwar zahlen wollen, aber nicht können. Er sei pleite gewesen.

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