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Meine Stadt Gangster will keinen Vergleich
Hannover Meine Stadt Gangster will keinen Vergleich
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00:17 17.09.2017
Quelle: Rainer Droese
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hannover

Die Stadt wollte Berufsverbrecher Uwe G. (73) rund 110 000 Euro aus seinem Vermögen zurückgeben. Das habe der Verwaltungsausschuss gestern einstimmig beschlossen, so hieß es am Donnerstag aus Kreisen der Ratspolitik. Der Rat folgte damit einem Vergleich vor dem Verwaltungsgericht (NP berichtete exklusiv). Doch vergebens. „Wir haben dem Vergleich widerrufen“, erklärte Anwalt Christian Neumann. Insgesamt geht es um 220 000 Euro. Die Stadt hielt es für wahrscheinlich, dass Uwe G. das Geld wieder in Waffen investiert. Allerdings konnte der frühere „Villenschreck“ nachweisen, dass 90 000 Euro aus einer Erbschaft stammten.

Bis Oktober sitzt Uwe G. noch im Gefängnis. Man hatte in seiner Wohnung 2012 ein Waffenarsenal gefunden, mit dem er ein Privatkrieg hätte beginnen können. Nun klagte der Mann mit Zottelmähne und Rauschebart auf Herausgabe des Geldes und von Schmuck, Münzen und Uhren im Wert von 750 000 Euro.

Doch der Verwaltungsrichter Michael Matthies machte deutlich, dass Uwe G. nicht mit der Herausgabe der Wertgegenstände zu rechnen braucht. In der 80-er Jahren war der Kläger zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er war in Villen eingebrochen. Deshalb geht die Stadt davon aus, dass es sich um Diebesbeute handelt. „Das Gericht muss nun eine Entscheidung treffen“, so Anwalt Neumann. Es könne sein, dass Uwe G. das gesamte Bargeld erhalte.

Uwe G. gilt als rätselhafter Sonderling. Nach seiner Haftstrafe in den 80-er Jahren fiel er kaum noch auf. 2009 wurde er bei einem Ladendiebstahl bei Penny erwischt. Da war er aber schon im Besitz seiner Reichtümer. Mehr als ein Drittel seines Lebens saß er im Gefängnis.

Von thomas nagel

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