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Meine Stadt Galerie Luise: Megaumbau ruht - Umsätze brechen ein
Hannover Meine Stadt Galerie Luise: Megaumbau ruht - Umsätze brechen ein
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14:00 03.11.2016
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Hannover

Die freien Läden rund um die Rotunde und im angrenzenden Trakt zur Joachimstraße sind zwar leergeräumt - passiert ist seither aber nichts mehr. „Es tut sich nichts, und wir wissen nicht, wie und wann es weitergeht“, sagt eine Mieterin in der Galerie Luise, die lieber anonym bleiben möchte, weil sie dem „Münchner Besitzer nicht über den Weg traut“, wie sie sagt. Investor Accom aus München äußerte sich gestern über einen Kölner Kommunikationsberater: „Soweit möglich, sind die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen. Die Baumaßnahmen ruhen, weil das Konzept äußerst komplex ist. Derzeit läuft noch die Abstimmung mit der Stadt, da sind noch Detailfragen zu klären“, so Accom-Sprecher Hubert Becker. Dabei seien viele verschiedene Ämter involviert. "Bei komplexen Fragen dauert die Abstimmung manchmal länger als erwartet." Klar sei bereits jetzt, dass sich die fürs kommende Frühjahr geplante Eröffnung „um ein paar Wochen verschiebt“. Klar sei aber auch: „Am Konzept ändert sich nichts.“

Wie berichtet, werden Rotunde und angrenzende Geschäfte Teil des neuen italienischen Gastronomiekonzepts der Einkaufspassage: Aus dem asiatischen Lokal „Ocean City“, das erst nach Gerichtsstreitigkeiten ausgezogen war, wird eine italienische Piazza mit Restaurant, Supermarkt und Feinkostverkauf auf 2000 Quadratmetern. Accom und der Betreiber der Piazza investieren gemeinsam einen hohen einstelligen Millionenbetrag. Eröffnung sollte urspünglich im ersten Quartal 2017 sein. Betreiber ist eine Gastronomin aus dem nördlichen Umland, die sich öffentlich aber nicht äußern will.

Jetzt stockt der Umbau - zum Leidwesen der Mieter in der Galerie. „Seitdem die Restauration aus der Passage raus ist, fehlt die Laufkundschaft“, sagt die Mieterin. Die Umsätze hätten sich bei ihr um die Hälfte reduziert, auch andere Mieter klagten über Einbußen. „Zwei bis drei Monate Durststrecke wegen des Umbaus sind in Ordnung und auch zu verkraften. Nun aber spüren wir nicht mehr, dass sich was tut“, so die Unternehmerin, „von der Laufkundschaft lebt eine Einkaufsgalerie nun mal.“

E-Autobauer Tesla kommt in die City

Perspektivisch gesehen geht Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) von einem generellen Umstieg in die Elektromobilität beim Auto aus – ein erster Vorbote eines Unternehmens, das voll auf E-Motoren setzt, kündigt sich demnächst in der Innenstadt an. Tesla Motors aus den USA eröffnet voraussichtlich am 17. November
 eine Vertriebsniederlassung mit Showroom an der Rathenaustraße. Die Nachfrage nach E-Autos von Tesla steige im Raum Hannover, deshalb habe man sich für eine Niederlassung entschieden, hieß es aus dem Unternehmen.

Tesla Motors wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, Elektroautos für ein Massenpublikum zu bauen. Namensgeber des Unternehmens ist Physiker und Erfinder Nikola Tesler. Der Tesla Roadster, gebaut 2012, war das erste Automobil mit einer Batterie aus Lithium-Ionen-Zellen, wie sie etwa in Laptops zum Einsatz kommen. Es schloss sich die Entwicklung der Oberklasse-Limousine Tesla Model S an, wovon von Mitte 2012 bis Ende 2015 mehr als 100 000 Exemplare verkauft wurden. Aufsichtsratsvorsitzender bei Tesla ist seit 2004 Unternehmer Elon Musk, Erfinder des Online-Bezahlsystems Pay Pal.

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