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Abschiedskonzert der Gruppe "Fury in the Slaughterhouse" auf der Gilde-Parkbühne.

Abschiedskonzert der Gruppe "Fury in the Slaughterhouse" auf der Gilde-Parkbühne.© Christian Behrens

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Musik

Furys Comeback für Konzert auf Expo-Plaza

"Eine Stadt, eine Band, ein Konzert": Für ein einmaliges "Klassentreffen" kommen Fury in the Slaughterhouse am 8. Juni 2013 auf der Expo-Plaza zusammen.

Hannover. Man hatte die Band nicht vergessen. Aber sie steckte im Stapel mit den geschlossenen Akten: Fury in the Slaughterhouse waren seit vier Jahren Rock-Geschichte. Keine von jenen unsteten Kapellen also, die ihren „Aufgelöst“-Status sofort wieder billig in Frage stellen. Aber als klar war, dass Fury bei einem Adventsfest mit Obdachlosen im HCC auftreten würden, hörte man immer wieder: „Da kommt mehr.“ Gerüchte wurden an den Schreibtisch getragen, sickerten aus dem Telefonhörer, sprangen einen von den Bäumen an, und jeder wusste nichts Genaues. „Ganz kategorisch: Nein“, sagte Sänger Kai Wingenfelder auf Anfrage: „Keine Reunion, keine Platte, keine Tour.“ Bei Gitarrist Christof Stein-Schneider klang das schon etwas beckenbauerischer: „Kucken wir erst mal, wie wir am 16. Dezember klarkommen.“ Dazu der leicht belustigte Unterton dessen, der was weiß, aber nix verraten darf.

Verraten wurde dann gestern. In aller Herrgottsfrühe stand der aus Schleswig-Holstein angereiste Kai Wingenfelder am ffn-Mikrofon und posaunte es über Niedersachsen aus: „Eine Stadt, eine Band, ein Konzert.“ Am 8. Juni werden Fury in the Slaughterhouse die Expo-Plaza bespielen. Ein „Klassentreffen“ soll es werden, in der Komplettbesetzung der großen Tage, ein kleines Festival „mit zwei coolen Bands vorweg“ (Wingenfelder), nach denen man noch fahnde. Ein Hannover-Band-Treffen werde es diesmal mit Sicherheit nicht. Aber die alte Fury-Crew - Licht, Ton, Backline & Co. - ist wieder dabei und „freut sich wie Bolle“.

Warum jetzt? „Warum nicht?“, fragt Wingenfelder: „Wir wurden die ganze Zeit gelöchert, seit dem Tag nach dem letzten Konzert. Und wir haben immer ,Nee, nee, nee‘ gesagt.“ Auch diesmal. Erst mal: „Vor drei Wochen ist unser Freund Wolfgang Besemer von Hannover Concerts auf uns zugekommen und meinte, die Zeit sei reif, wir müssten das machen.“ Dann haben sie sich doch zusammengesetzt, Kai, Christof, Keyboarder Gero Drnek, die Fürs und Widers gewogen und mussten das machen. Fury war bei allen ganz weit weg gewesen, alle steckten in ihren neuen, musikalischen Welten. „Aber der Gedanke an einen großen Abend wurde übermächtig“, sagt Wingenfelder und bemüht grinsend den dirty Volksmund: „Warum leckt sich der Hund die Eier? Weil er es kann.“

Und weil sie es können, werde es auch richtig gemacht: „Wir versprechen hoch und heilig, feste zu proben. Wir spielen, was alle hören wollen, was wir gern spielen, es sind all die Songs dabei, die für viele der Soundtrack ihres Lebens sind.“ Ein Werbefilm wird entstehen, noch vor Weihnachten will Wingenfelder ihn geschnitten haben: im Stadion, in der Kabine von 96, Mirko Slomka wird darin die Traineransprache vorm großen Rock-’n‘-Roll-Heimspiel halten. Das bundesweit beworben wird: „Hannover hat bei dieser Show ja mangels anderer Tourdaten ganz Deutschland als Einzugsgebiet“, sagt der Vater des Konzerts, Wolfgang Besemer, der mit der Idee schon seit zwei Jahren schwanger geht: „Eins für die Fans, ohne Hintergedanken, Politik, Strategie. Das finde ich sensationell!“ Ganz wichtig war allen der Sonnabendtermin - eine schöne Sause im Bauch des Wochenendes: „Unsere Fans aus dem Süden, Westen, Osten sollen auch gemütlich an- und abreisen können, mit Ausschlafen, kein Arbeitstag danach, der es einem vermiest.“ Bis zu 25000 können dabei sein. So viel Volk fasst die Expo-Plaza.

Man muss eben zuweilen ganz weit weg gegangen sein, bevor man wieder ganz nahe rankommen kann. War er erst skeptisch, hat Wingenfelder jetzt richtig Lust auf den Gig. Befürchtungen aber, die Ex-Furys könnten davon chronisches Comeback-Fieber kriegen, hegt er nicht. Er klappt den Laptop auf, heute ist Verkaufsstart seiner und Bruder Thorstens Weihnachtssingle „Wenn die Zeit kommt“. „Platz 54 in den iTunes-Charts am ersten Tag“, verkündet er stolz und blättert dann weiter zu Amazon, wo der Song sogar auf Platz vier steht. Erfolgsmeldungen: „Es soll keiner lästern: Die habens nötig, die machen dieses Fury-Ding nur wegen der Kohle.“

Expo-Plaza

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