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Meine Stadt Frühlingsfest Hannover bald ohne Riesenrad?
Hannover Meine Stadt Frühlingsfest Hannover bald ohne Riesenrad?
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00:16 03.07.2016
Quelle: Peter Steffen/dpa
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Hannover

Die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover hat gerade eine Klage der Arbeitsgemeinschaft für Volksfeste abgewiesen. Diese hatte sich auf eine Dauerfestsetzung der Stadt berufen. Nach diesem Abkommen durfte sie seit 1979 das Frühlingsfest und seit 1980 das Oktoberfest ausrichten. Nach Ansicht des Gerichts sei das „seinerzeit noch unter der Voraussetzung erteilt worden, dass es mit der Antragstellerin nur einen Bewerber [...] gegeben habe“. Die damit „eingeräumte monopolartige Stellung verhindere den gebotenen Wettbewerb“. Heißt im Klartext: Die Stadt hat zu Recht das Verfahren neu ausgeschrieben. Lothar Ahrend bekam mit seiner FTE-Ahrend-Veranstaltungsgesellschaft den Zuschlag für die Ausrichtung von Frühlings- und Oktoberfest bis 2018.

Klaus Wilhelm, Besitzer des Riesenrades und Vize des Schaustellerbundes, kündigte im Gespräch mit der NP Beschwerde gegen die Entscheidung beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg an. „In Deutschland gibt es 3500 Dauerfestsetzungen von Kommunen für Volksfeste“, sagte er, „ausgerechnet in Hannover wird jetzt ein Präzedenzfall geschaffen, der dutzende von Betrieben gefährdet.“ Wilhelm befürchtet, Ahrend werde die Hannoveraner bei der Platzvergabe außen vor lassen.

„Schwachsinniges Geschwafel“, kommentiert Ahrend diese Einlassung. Jeder Schausteller könne sich bewerben; die alteingesessenen natürlich auch. Wenn sich jemand mit einem neuen und attraktiveren Riesenrad bewerbe, bekomme der dann eben den Zuschlag. Der andere müsste sich einen neuen Platz irgendwo in Deutschland suchen. Für Ahrend alles kein Problem: „Es ist so, als wenn Sie Geld verlieren: Das ist nicht weg. Es hat einfach ein anderer.“

von Vera König

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