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GEDENKEN IN DER RUINE: In einem Meditationskreis treffen sich im halbstündigen Rhythmus Menschen zum gemeinsamen Besinnen.

GEDENKEN IN DER RUINE: In einem Meditationskreis treffen sich im halbstündigen Rhythmus Menschen zum gemeinsamen Besinnen.© Frank Wilde

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Gedenken

Friedvolles Gedenken an Hiroshima

Meditationen und Gebete in der Aegidienruine erinnern an den Atombombenabwurf von 1945. Gefaltete Origami-Kraniche überbringen Genesungswünsche.

Hannover. Ein vollklingender Ton durchzieht die Kirchenruine. Mit kräftigem Schwung schlägt Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann die Friedensglocke. Nur an einem einzigen Tag im Jahr erklingt sie, am Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima mahnt sie stündlich zum Gedenken.

Im Halbstundenrhythmus versammeln sich Menschen im Innenraum der Aegidienkirche zum Meditationskreis. Sie nehmen auf kleinen Holzbänken oder Kissen Platz, auf Knien, die Unterschenkel nach hinten ge-beugt, im Yogasitz oder auch er-höht auf stabilen Pappkartons - jeder so, wie es ihm bequem ist.

„Gedanken und Gefühle da sein lassen, aber sich nicht mit ihnen beschäftigen“, beschreibt Pastorin Maike Ewert vom Loccumer Arbeitskreis für Meditation (LAM) ihre mentale Haltung in diesen Momenten: „Wie Wolken im Wind, aber sie ziehen vorbei, wie Schiffe, in die man nicht einsteigt.“ Das Sitzen in der Stille sei ein Weg zur Selbsterkenntnis: „Und Frieden fängt bei mir selbst an, im eigenen Herzen.“

Christliche Herzklangmeditation nennt Ewert ihre Besinnungsmethode. Den Rhythmus geben Steinmetzen vor, einer im Innenraum, einer draußen an der dortigen Stele, die abwechselnd auf ihre Meißel hämmern. Gedenken ist nicht an eine Religion gebunden. Im stündlichen Wechsel leiten Vertreter unterschiedlicher Bekenntnisse die Meditationen und Gebete.

Frieden ist das verbindende Thema dieses Hiroshimatages, wie auch aller vorhergegangenen. „Es geht nicht um Trauer und Vergangenheit, sondern um Zukunft und Frieden“, betont auch Viola Tölke, die den Info-Stand in der Aegidienruine betreut.

Die Zukunft - dafür stehen die vielen Kinder, deren Bilder den Altarraum der Kirchenruine zieren. Und die ganz viele Origami-Kraniche aus Papier gefaltet haben, die zu einer bunten Schlange verbunden den Altar bedecken. Diese Kraniche stünden für Genesungswünsche, erklärt Tölke: „Wenn man tausend hat, wird man wieder gesund.“ Was der immer wieder am Rande von Kriegen taumelnden Welt ganz sicher gut tun würde.


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