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Meine Stadt Friederikenstift: Hier kommt der echte 96-Fan zur Welt
Hannover Meine Stadt Friederikenstift: Hier kommt der echte 96-Fan zur Welt
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14:28 17.03.2010
Altin Lala und Martin Kind weihen den neuen 96-Kreißsaal ein. Quelle: dpa
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Hannover. Bei ihrem ersten Augenaufschlag erblicken die Säuglinge künftig eine schwarz-weiß-grüne Fußballwelt und die Mama schaut beim Stillen auf das aktuelle Mannschaftsfoto des derzeitigen Tabellen-Sechzehnten. „Wir hoffen, dass durch diese Idee die Geburtenrate steigt und wir zusätzliche Fans bekommen“, sagte Martin Kind, der Präsident des Fußballclubs, am Mittwoch bei der Vorstellung des Raumes.

Die Idee hatten die Hebammen der Geburtsstation, sie übernahmen auch die Gestaltung. Trotz der schwarz-weiß-grünen Streifen auf der Tapete ist der etwa 24 Quadratmeter große Raum aber nicht überfrachtet. Die Fanartikel sind dezent auf den wenigen Schränken platziert. „Ich würde sofort mit meiner Frau hierhingehen, wenn sie noch mal schwanger wäre“, sagte der langjährige 96-Kapitän Altin Lala. Die Familienplanung bei den Lalas ist nach zwei Kindern aber bereits abgeschlossen.

Der Klinikleitung und den Hebammen sei es wichtig gewesen, den Charakter einer Geburtsstation zu erhalten und keinen übermäßigen Fankult aufzubauen, betonte ein Kliniksprecher. Deshalb hätten die Hebammen auf der Station auch den Raum mitgestaltet. „Wir haben immer die Fans im nahe gelegenen Stadion gehört und waren sofort von der Sache begeistert“, sagte die Leitende Hebamme am Friederikenstift, Reinhild Mikolajewski. Wer aber mit Fußball oder mit Hannover 96 nichts am Hut hat, kann auf einen der drei neutral gehaltenen Kreißsäle ausweichen.

Für den abstiegsgefährdeten Bundesligisten dient die Aktion eindeutig als Fanrekrutierung. „Wir wollen die Kinder schon früh für den Fußball motivieren und natürlich auch unser Stadion voll kriegen“, erläuterte Präsident Martin Kind. Daher gibt es für jedes 96-Baby eine kostenlose Mitgliedschaft beim Bundesligisten und einen grünen Strampler mit Vereinsemblem. Nach nur wenigen Tagen scheint das Konzept bereits aufzugehen: Nach Vereinsangaben ist eine eigene Kreißsaal-Elf fast komplett. Zehn Säuglinge wurden bereits bei 96 angemeldet.

Ganz neu ist die Idee aber nicht. Der nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes erste Fußball-Kreißsaal entstand in Deutschland bereits im Sommer 2004 im Osnabrücker Klinikum. „Das Interesse ist seitdem ungebrochen“, sagte der Sprecher des Klinikums, Steffen Jaeger, am Mittwoch. Von den jährlich insgesamt rund 1300 Neugeborenen erblicken durchschnittlich 160 in dem lila-weißen VfL Osnabrück Kreißsaal das Licht der Welt. Zudem wurde der Raum in diesem Jahr von der Zeitschrift „Eltern“ zu einem der außergewöhnlichsten Kreißsäle Deutschlands gewählt. lni

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