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Das Fössebad.
 © Behrens

Bezirksrat Linden-Limmer

Fössebad: Grüne will die Grünen erden

Dem Bezirksrat Linden-Limmer steht morgen eine spannende Sitzung bevor. Beim Bau des neuen Fössebades will die Mehrheit dort nicht aufs Außenbecken verzichten. Kommt für die Stadtverwaltung nicht in Frage.

Hannover.  Ein neues Schwimmbad für 19,5 Millionen Euro – eigentlich könnte man sich in Zeiten knapper Kassen darauf freuen. Im Stadtbezirk Linden-Limmer aber machen die Pläne einige wütend. Mit einer Petition fordern Bürger, dass das Fössebad sein Außenbecken behält. Auch Mitglieder der Grünen-Ratsfraktion schlagen sich auf diese Seite.

In den eigenen Reihen stößt das auf Kritik, bei den Ampelpartnern und der Verwaltung auf Kopfschütteln. Wahrscheinlich muss eine Grüne den Grünen ihre Sonderwünsche ausreden. Die Erste Stadträtin, Sabine Tegtmeyer-Dette, wird das wahrscheinlich morgen im Bezirksrat Linden-Limmer machen.

Für die Sonderwünsche aus Linden-Limmer haben weder OB Stefan Schostok (SPD) noch seine Vertreterin Verständnis. „Wir können guten Gewissens auf das Freibad verzichten“, argumentiert Tegtmeyer-Dette. Schließlich liege bei den Freibadflächen über dem Bundesschnitt liege. Zudem sei das Freibad im Volksbad Limmer nicht so weit entfernt.

Die Stadt plant fürs Fössebad einen Neubau mit einer wettkampftauglichen 50-Meter-Bahn, aber ohne Freibad. Die Anlage ist defekt, das Freibad seit vier Jahren geschlossen. Weil ein Neubau mit Außenbecken aus Sicht der Verwaltung zu aufwendig und teuer wäre, schlägt sie keines vor.

Auf der Fläche ließen sich Wohnungen bauen, sagt Schostok. Teile des Grundstücks sollen dafür verkauft werden. Den Erlös, etwa 800 000 Euro, könne in den Badneubau fließen.

Der Sportausschuss hat die Pläne überwiegend begrüßt. Ganz anders der Bezirksrat. „Die Pläne können wir nicht akzeptieren“, macht Bezirksbürgermeister Rainer Grube klar. Ihn unterstützt Daniel Gardemin, Fraktionschef der Grünen im Bezirksrat Linden-Limmer und zugleich Ratsmitglied.

Für die Position ist Gardemin intern schon gescholten worden. Es gebe wichtigere Investitionen als die in ein Freibad, musste er sich sagen lassen, beispielsweise in Schulen oder Kita-Plätze. Ob die Erste Stadträtin ihm und dem Bezirksrat den Verzicht auf Sonderwünsche vermitteln kann, wird sich morgen ab 18 Uhr im Freizeitheim Linden zeigen.

Von Vera König


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