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AUF DEM VORFELD: Eine Maschine dieses Typs verunglückte Donnerstag am Flughafen Hannover.

AUF DEM VORFELD: Eine Maschine dieses Typs verunglückte Donnerstag am Flughafen Hannover.
© Foto: Dröse

Hannover

Flugschüler legt Airport lahm

Bruchlandung beim ersten Alleinflug: Ein Flugschüler (42) legte Donnerstagabend den Flugbetrieb am Airport Hannover lahm – vor den Augen seines Ausbilders.

Langenhagen. Bruchlandung beim ersten Alleinflug: Ein Flugschüler (42) legte Donnerstagabend den Flugbetrieb am Airport Hannover lahm – vor den Augen seines Ausbilders.

Der Chef einer Langenhagener Flugschule soll den missglückten Start vom Boden aus beobachtet haben. Weil die Flughafenfeuerwehr zur Unglücksstelle am Westende der Nordbahn ausrückte, musste der Betrieb des Verkehrsflughafens für rund 15 Minuten unterbrochen werden.

Nach NP-Informationen soll der 42-jährige Flugschüler einen Schock erlitten haben. Die Nordbahn war zweieinhalb Stunden gesperrt, der Flugverkehr wurde in dieser Zeit laut Deutscher Flugsicherung (DFS) über die Südbahn abgewickelt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU, Braunschweig) ermittelt.

Der Flugschüler war gegen 18.45 Uhr mit einem zweisitzigen einmotorigen Kleinflugzeug zur 3800 Meter langen Nordbahn gerollt. Mit der schlanken weißen Maschine vom Typ Aquila 210 startete er Richtung Steinhuder Meer.

Kurz nach dem Abheben – noch beim Überfliegen der Startbahn – kam es mutmaßlich zu Motorproblemen, sagte Anja Naumann, DFS-Sprecherin für den norddeutschen Luftraum, auf NP-Anfrage.

Der Pilot habe seine Maschine noch auf der Nordbahn landen können. Allerdings sei das Flugzeug beim Abbremsen über das westliche Pistenende hinaus gerollt. Dabei sei eine Tragfläche mit der Antenne eines sogenannten Landekurssenders kollidiert. Während DFS-Ingenieure die Anlage überprüften, blieb die Startbahn gesperrt, erklärte Naumann.

„Weil eine Tragfläche des Flugzeugs beschädigt wurde, stufen wir den Vorfall als Unfall ein“, sagte BFU-Sprecher Germout Freitag. „Wir werden das beschädigte Flugzeug untersuchen sowie den Piloten und Zeugen befragen.“

Sönke Jacobsen, Sprecher des Flughafens Hannover, sagte auf NP-Anfrage: „Unsere Flughafenfeuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 20 Kräften im Einsatz. Die nördliche Start- und Landebahn musste kurzzeitig gesperrt werden, der Flugbetrieb wurde dadurch nicht beeinträchtigt.“

Eine Vertreterin der Langenhagener Flugschule wollte den Vorfall nicht kommentieren.

Nach NP-Informationen wird die 3800 Meter lange Nordbahn, auf der auch die größten Verkehrsflugzeuge der Welt landen können, gern für Schulungsflüge genutzt. Üblich ist auch, dass der Fluglehrer beim ersten Alleinflug seines Schülers die Flugmanöver vom Boden aus verfolgt.

Von Andreas Körlin


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