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Frustrierte Passagiere sitzen in der Wartehalle im Flughafen Hannover, wo seit Donnerstagabend nichts mehr geht.© Dröse

Aschewolke

Flughafen Hannover bleibt bis Samstagvormittag dicht

Nichts geht mehr: Der Flughafen in Hannover bleibt wegen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island bis mindestens Samstag um 8 Uhr für den Flugverkehr geschlossen. Folgen für die Hannover Messe sind noch unklar.

Hannover. Tausende Fluggäste haben in Niedersachsen und Bremen ihre Reisepläne ändern müssen. Die Airports in Hannover, Bremen und Münster/Osnabrück gingen am Freitagabend davon aus, dass der gesamte Flugverkehr bis mindestens 08.00 Uhr am Samstag ausfallen wird. Grund ist der Vulkanausbruch in Island, der seit Donnerstag für erhebliche Störungen im Luftverkehr in ganz Europa sorgt. Der Reiseveranstalter Tui sagte vorerst alle Flugreisen bis Samstag 12.00 Uhr ab.

Gesundheitsgefahren für die Menschen in Niedersachsen sind nach Ansicht der zuständigen Behörden aber nahezu ausgeschlossen. „Die Aschepartikel kommen im wesentlichen in großen Höhen von mehreren Kilometern vor“, sagte eine Experte im Gesundheitsministerium in Hannover. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen in Niedersachsen diese über die Atemluft aufnehmen können und es zu akuten Wirkungen auf die Gesundheit kommen kann, ist nahezu ausgeschlossen.“

Auch das niedersächsische Umweltministeriums versicherte, es gebe durch die Aschewolke keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Partikel senkten sich derart langsam, dass an den Messstationen keine gesundheitsgefährdenden Werte gemessen wurden, sagte eine Ministeriumssprecherin. Für die Landwirtschaft könnt die Aschewolke sogar von Vorteile sein, da die Asche fruchtbar für den Boden ist.

Am Airport Hannover waren Artisten des GOP-Varietes unterwegs, um die wartenden Gäste zu unterhalten. Breakdancer und Jongleure zogen von Terminal zu Terminal, um die Reisenden aufzuheitern. „Wir sind vom Airport gefragt worden, ob wir das machen können, da haben wir gerne geholfen“, sagte ein Sprecher des Varietes. In Hannover waren seit Donnerstagabend alle Flüge gestrichen worden. Und auch Hitradio Antenne sorgte für Unterhaltung.

In Bremen musste ein Konzert wegen des Vulkanausbruchs abgesagt werden, weil eine Band aus Norwegen nicht rechtzeitig anreisen konnte. In Buxtehude wurde ein Handballspiel verlegt, weil die gegnerische Mannschaft aus Mazedonien nicht pünktlich zum Spiel anreisen konnte.

Viele Reisende waren aber am Morgen auf die Lage vorbereitet gewesen und hatten damit gerechnet, auf den Zug ausweichen oder ihre Pläne komplett ändern zu müssen. Am Donnerstagabend waren in Hannover noch die Passagiere aus zwei Maschinen aus Barcelona und Ägypten gestrandet, die eigentlich Airports in Skandinavien angesteuert hatten.

Die Folgen für die am Sonntagabend beginnende Hannover Messe nach den massiven Flugausfällen sind noch unklar. Ein Messe-Sprecher sagte, der Großteil der ausländischen Aussteller sei bereits in Hannover. Die Messe könne nun nur die weitere Entwicklung abwarten. Erfahrungsgemäß reisten 15 Prozent der Messebesucher mit dem Flieger an. Rund 2250 der insgesamt rund 4800 Aussteller kommen aus dem Ausland. lni


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok