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Meine Stadt Hannover: Flüchtling missbraucht bewusstlose Frau im Asylheim
Hannover Meine Stadt Hannover: Flüchtling missbraucht bewusstlose Frau im Asylheim
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17:06 07.02.2019
Sex-Täter vor Gericht: Omer Saleh M. hat in einem Flüchtlingsheim an der Karlsruher Straße eine bewusstlose Frau missbraucht. Quelle: Dröse
Hannover

Ein irakischer Flüchtling (29) hat in einem Asylheim in Hannover eine bewusstlose Frau (35) sexuell missbraucht. Omer Saleh M. hatte das Opfer am 9. September 2017 in der Innenstadt aufgelesen, es in die Unterkunft an der Karlsruher Straße (Mittelfeld) verschleppt und sexuelle Handlungen an der Geschädigten vorgenommen. Am Donnerstag verhängte eine Strafrichterin am Amtsgericht ein Jahr und vier Monate Gefängnis gegen den Iraker.

Am Abend vor der Tat hatte die verheiratete Mutter zweier Kinder in einem Lokal im Steintor gefeiert. Fünf bis sechs Bier habe sie getrunken. Bis dahin kann sich die 35-Jährige noch an alles erinnern. Gegen 3 Uhr verließ sie die Gaststätte. Und von da an weiß sie nichts mehr. Filmriss. Alles spricht dafür, dass ihr jemand etwas ins Getränk gemischt hatte.

M. muss das Opfer irgendwo in der City aufgelesen haben. Wo, konnte nicht ermittelt werden. Kurz nach 6 Uhr fielen der Angeklagte und die Frau dann einem Security-Mitarbeiter (32) des Flüchtlingsheims in Mittelfeld auf. Er hatte gerade Feierabend gemacht und erinnert sich daran, dass die Begleiterin des Irakers betrunken wirkte. „Er hat sie hinter sich hergezogen“, so der 32-Jährige.

Obwohl es gegen die Regeln des Asylheims verstößt, ließ ein weiterer Sicherheitsmann (33) den Angeklagten und die Geschädigte in die Unterkunft. Der 29-Jährige habe gebettelt, dass die Frau mit auf sein Zimmer darf, obwohl das zu dem Zeitpunkt verboten war. Sie seien beide „besoffen“ und wollten nur schlafen, gaukelte der Iraker dem Wachmann vor.

Die Frau wachte rund vier Stunden später wieder auf – nackt. Ihr BH war zerrissen. Der ebenfalls unbekleidete 29-Jährige massierte ihre Brüste, fasste zwischen ihre Beine und forderte sie auf, auch an ihm sexuelle Handlungen vorzunehmen. Sie stieß ihn weg, er versetzte ihr darauf einen Faustschlag gegen den Kopf. Dann flüchtete die 35-Jährige ins Bad. Glück für das Opfer: M. ließ schließlich von ihr ab und sie durfte gehen.

Der Iraker, der am Donnerstag zunächst nicht zum Prozess erschienen war und von der Polizei mit 2,36 Promille vorgeführt wurde, bestritt den Übergriff. Es sei nichts passiert, er und die Frau hätten in seinem Zimmer nur geschlafen. Beide seien angezogen gewesen, so der Angeklagte. Äußerungen, die durchaus überlegt von M. kamen. Richterin Svenja Tittelbach-Helmisch hatte auch keine Zweifel daran, dass er trotz heftiger Alkoholisierung verhandlungsfähig war.

Sexuelle Übergriffe sind dem Mann alles andere als fremd. Nur fünf Tage nach dem Geschehen im Flüchtlingsheim belästigte er in einer Stadtbahn einen Mann, indem er die Hand des Fahrgastes zwischen seine Beine legte. Im Mai vergangenen Jahres fasste der Angeklagte zwei 17-jährigen Mädchen im Maschpark an Po und Brüste. Unter Einbeziehung der Verurteilungen für diese Taten verhängte die Richterin ein Jahr und vier Monate Knast gegen den 29-Jährigen.

Omer Saleh M. ist abgelehnter Asylbewerber. Vor einem Monat sei er zur Ausreise aufgefordert worden, erklärte der Iraker vor Gericht. Ob er Deutschland freiwillig verlassen möchte, behielt er lieber für sich.

Von Britta Mahrholz

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