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Entwarnung: Die Bombe hängt am Haken.© Elsner

Großeinsatz

Fliegerbombe in Hannovers Südstadt entschärft

In der Südstadt von Hannover wurde am Dienstag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Fast der gesamte Stadtteil wurde evakuiert. 31.000 Menschen mussten raus aus ihren Wohnungen. Erst nach Mitternacht wurde mit der Entschärfung begonnen. Dann die erlösende Nachricht.

Die Evakuierung begann um 20 Uhr. Die Swiss-Life-Hall war als Sammelstelle für die Bewohner geöffnet. Andere kamen in der Elsa-Brandström-Schule unter. Ein aufregender Tag für die Menschen in der Südstadt. Hier unser Liveticker mit den Ereignissen des Tages zum Nachlesen.

02.29 Uhr: Bombe in der Südstadt entschärft. 31.000 können zurück in ihre Häuser.

01.39 Uhr: Entschärfung der Bombe in Südstadt beginnt.

01.24 Uhr: Der Hubschrauber kreist noch immer über der Südstadt.

01.03 Uhr: Evakuierung der Südstadt zu 100 Prozent abgeschlossen. Polizeihubschrauber Phoenix gestartet.

00.33 Uhr: Wie wärs mit einem Mitternachtssüppchen? Das gibts in der Elsa-Brandström-Schule für die Evakuierten.

00.12 Uhr: Die Feuerwehr bedankt sich für das Verständnis der Bewohner - und bei den Helfern. 250 Transporte wurden durchgeführt.

00.01 Uhr: Das Sperrgebiet ist nahezu geräumt. Es gab nur einzelne Nachzügler, damit kann der Hubschrauber in Kürze starten. Der Heli überfliegt demnächst die Südstadt, um zu kontrollieren, ob sich noch Personen im Gebiet aufhalten. Erst dann kann Sicherheit gegeben werden.

23.20 Uhr: In der Sammelstelle Swiss-Life-Hall befinden sich inzwischen bereits rund 1400 Personen. Auch in anderen Sammelstellen ist einiges los. In der Turnhalle der Elsa-Brandstöm-Schule wurde für bettlägerige Menschen eine provisorische Unterkunft eingerichtet.

23.05 Uhr: Sprengmeister Markus Rausch zeigte sich im Vorfeld sehr zuversichtlich und sagte: „Bis jetzt gibt es keine Komplikationen, es sieht alles gut aus.“

23.00 Uhr: Bisher sollen etwa 70 bis 80 Prozent des Gebietes geräumt sein.

22.48 Uhr: Die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst bereiten sich schon mal vor - aber noch besteht keine Sicherheit im Gebiet. Eine Prognose gibt es bisher noch nicht.

22.36 Uhr: Die Hildesheimer Straße ist menschenleer, nur die zurückgelassenen Autos stehen am Straßenrand. Am Altenheim in der Devrientstraße wird noch evakuiert.

22.03 Uhr: Insgesamt sind rund 850 Personen von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen im Einsatz.

21.24 Uhr: Der Splitterschutzwall aus 15 Containern ist errichtet, die Aufbauarbeiten damit abgeschlossen. Inzwischen klingen THW, Feuerwehr und Polizei an den Häusern. Bis Sicherheit im Sperrgebiet besteht, kann es noch dauern - erst dann dürfen die Entschärfer beginnen.

21.14 Uhr: Kein Sport oder Konzert - die Menschen sitzen in der Swiss-Life-Hall und blicken auf eine leere Mitte. Jetzt heißt es Geduld haben und warten.

20.50 Uhr: Die Bombe soll einen mechanischen Aufschlagzünder am Heck haben, der aber verbogen ist. Er soll voraussichtlich mit einem Wasserstrahlschneidegerät abgetrennt werden. Sollte das nicht gelingen, werden die Bombenräumer weitere Maßnahmen prüfen. Der Kopfzünder ist nach Angaben der Einsatzkräfte nicht mehr vorhanden.

20.39 Uhr: Mittlerweile sind rund 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von DRK, ASB, Johannitern und Maltesern vor Ort. Insgesamt stehen 360 Betten zur Verfügung und auch für Essen wird gesorgt.

20.33 Uhr: Vom Altenheim an der Geibelstraße fährt der erste Bus in Richtung Sammelstelle - viele Menschen müssen noch in Sicherheit gebracht werden. Die Hildesheimer ist inzwischen so leer wie sonst wohl nie.

20.15 Uhr: Die Evakuierung des betroffenen Bereichs hat begonnen. Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren durch die Straßen und weisen via Lautsprecherdurchsagen darauf hin. Zudem gehen kleinere Gruppen, bestehend aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren und der Polizei, das Gebiet ab. Wir erinnern an dieser Stelle daran, eventuell Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung und angemessene Kleidung mitzunehmen.

20.09 Uhr: Der Schutzwall aus Überseecontainern wächst nach und nach - durch den Verbau könnte die Wucht der Bombe in bestimmte Richtungen eingedämmt werden.

19.45 Uhr: Beate Fentzahn vom DRK bereitet sich auf ihren Einsatz vor.

19.42 Uhr: In der Swiss-Life-Hall kommen die ersten Südstädter an. Werner Weidlich wird heute 74. Olaf Fahlen von der SEG Burgdorf brachte ihn und desssen Frau Doris (73) in die Halle. Seit 40 Jahren wohnen sie in der Südstadt. Von der Evakuierung hatten sie vom Nachbarn gehört. Sie haben nur ihre Wertsachen und Wasser dabei.

19.34 Uhr: Auf dem Schützenplatz steht eine Armada von Rettungswagen für die Evakuierung bereit.

19.28 Uhr: Ohne die vielen Helfer läuft nichts: In der Sammelstelle Swiss Life Hall werden ab 20 Uhr etwa 50 Ehrenamtliche von DRK, ASB, Johannitern und Maltesern bis zu 3.000 Menschen betreuen.

19.15 Uhr: Die ersten Lautsprecherwagen der Polizei sind im Gebiet unterwegs und informieren die Anwohner über die Evakuierung, damit alle rechtzeitig ihre Häuser verlassen.

19.02 Uhr: Verwirrung in der Heinrich-Heine-Straße. Bewohner der Hausnummer 6 wollten wissen, ob sie auch raus müssen. Auskunft Polizei vor Ort: Ja, aber nur auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern. Anruf beim Bürgeramt: Niemand muss raus.

18.53 Uhr: Für den Personentransport in die Sammelstelle stehen kostenlos Busse der üstra bereit. Diese fahren den betroffenen Bereich regelmäßig auf folgender Route ab:

  • Geibelstraße / Alte Döhrener Str.
  • Geibelstraße / Stephansplatz
  • Sallplatz
  • Sallstraße / Lutherstraße
  • Lutherstraße / Schlägerstraße
  • Langensalzastraße / Planckstraße
  • Betreuungsstelle Swiss Life Hall

18.23 Uhr: Die Einsatzleitung des DRK ist an der Swiss-Life-Hall eingetroffen und bereitet alles für die evakuierten Bewohner vor - es wird mit bis zu 3000 Evakuierten gerechnet.

18.20 Uhr: Die Üstra vermeldet, dass auf der Buslinie 121 zwischen Lutherstrasse und Heinrich-Heine-Platz nur noch der Einstieg möglich ist.

17.58 Uhr: Die ersten Container treffen an der Fundstelle ein.

17.54 Uhr: Anwohnerin Britta Bode macht sich mit ihrer Katze Lucky aus dem Staub. Sie kommt bei ihrer Tochter unter.

17.46 Uhr: Von der bislang größten Evakuierungsaktion in Deutschland seit Kriegsende waren 2011 in Koblenz rund 45.000 Menschen betroffen.

17.41 Uhr: Auch das Dormero-Hotel an der Hildesheimer Straße ist von der Evakuierung betroffen. Pressesprecherin Gil Jung: "Wir versuchen gerade, für unsere Gäste 300 andere Hotelzimmer anzumieten.


17.24 Uhr: Die NP erreichte 96-Manager Dirk Dufner in seiner Wohnung in der Südstadt. "Ich packe gerade Koffer", sagte der Sportdirektor, der schon wusste, wo er unterkommt. "Ich ziehe schon mal ins Mannschaftshotel." 96 bereitet sich ab Mittwoch im Hotel Klosterpforte in Marienfelde auf das Saisonfinale vor. Inzwischen steht Dufner im Stau auf der A2. "Schade, ich wollte mir eigentlich das U17-Spiel noch angucken." Übrigens musste auch der Ex-Trainer Tayfun Korkut mit seiner Familie umziehen.

17.16 Uhr: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) trifft mit weiterem Personal und Equipment ein.

16.53 Uhr: Wegen der Evakuierung schließt das Sprengel Museum heute schon um 19 Uhr. Die Kuratorenführung fällt aus.

16.34 Uhr: Der Kranwagen der Feuerwehr ist am Einsatzort angekommen. Das spricht für den Aufbau eines Splitterschutzes mit Überseecontainern.

16.31 Uhr: Hier eine Karte vom betroffenen Gebiet als pdf.

Karte 4,53 MB

16.18 Uhr: Auch die Stadtbahnen sind teilweise betroffen.


16.04 Uhr: Die Evakuierung beginnt um 20 Uhr.

 16.11 Uhr: Für alle Personen, die nicht privat außerhalb des Evakuierungsgebiets unterkommen können, wird die Swiss Life Hall als Sammelstelle eingerichtet. Geöffnet ist sie ab 20 Uhr.

15.44 Uhr: Gute Nachricht: Henriettenstift muss nicht evakuiert werden. Das Krankenhaus soll geschützt werden, indem die Feuerwehr mehrere Schiffscontainer rund um die Bombe aufstellen lässt.

15.57 Uhr: Stadt und Feuerwehr haben eine Liste mit den betroffenen Straßen veröffentlicht.

Hier gehts zum Download

Straßenliste 48,48 kB

15.36 Uhr: Noch einmal der Hinweis: Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0800 / 7 31 31 31 erreichbar. Kranke oder gehbehinderte Personen können unter der Nummer 19222 einen Krankentransport anfordern.

15.31 Uhr: Auf der Baustelle beginnen die Vorbereitungsarbeiten. Wege werden befestigt, der Untergrund mit Hilfe eines Baggers verdichtet.

15.28 Uhr: Bei ihren Planungen versuchen die Retter, das angrenzende Krankenhaus Henriettenstift aus der Evakuierung herauszuhalten. Möglicherweise soll dazu die Bombe in Richtung Krankenhaus besonders geschützt werden. Das hat der Kampfmittelräumdienst schon einmal in Hannover gemacht und spezielle Wassertanks eingesetzt.

15.00 Uhr: Stadt und Feuerwehr tagen noch. Evakuierungspläne werden in Kürze veröffentlicht. Bei 31.000 Betroffenen wäre es eine der größten Evakuierungen in Hannover.

14.46 Uhr: Stadt und Feuerwehr rechnen mit 31.000 Menschen, die aus ihren Wohnungen in der Südstadt müssen, so Feuerwehrsprecher Martin Trang. Aber die Retter wollen den "Feierabend" abwarten, vorher wird nicht evakuiert.

14.11 Uhr: Laut Feuerwehr soll in einem Umkreis von 1000 Metern rund um den Fundort geräumt werden. Problem: In diesem Stadtteil gibt es viele "betreuungsbedürftige" Menschen.

 

Für den Ticker der NP vor Ort: Eva-Maria Weiß, Karina Hörmann, Christian Elsner, Uwe Dillenberg


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok