Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Fliegerbombe aus Zweitem Weltkrieg in Lehrte gesprengt
Hannover Meine Stadt Fliegerbombe aus Zweitem Weltkrieg in Lehrte gesprengt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:23 03.01.2010
Tausende Menschen harren in Notunterkünften aus. Quelle: lni
Anzeige

Lehrte. Etwa 9500 Menschen haben wegen einer Bombensprengung in Lehrte ihre Wohnungen verlassen müssen. Auch ein Krankenhaus in der Innenstadt musste komplett geräumt werden. Mehr als 400 Helfer von Polizei, Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz (DRK) waren in dem Ort in der Region Hannover im Einsatz. Gegen Mittag habe der Kampfmittelräumdienst die amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen und auf einem Sprengplatz detonieren lassen, sagte Stadtsprecher Fabian Nolting. „Es ist alles planmäßig abgelaufen. Niemand wurde verletzt.“
Am Morgen hatten die Helfer mit der Evakuierung von großen Teilen der Innenstadt begonnen. Der hohe Schnee erschwere die Arbeit, sagte ein DRK-Sprecher. Einige Sportanlagen, das Hallenbad, zahlreiche Straßen und der Bahnhof wurden gesperrt. Nach Angaben der Deutschen Bahn fielen mehrere Regionalzüge und S-Bahnen aus, Reisende mussten auf Busse umsteigen. Die Bewohner konnten in der Aula einer Schule die Bombenräumung abwarten. Hubschrauber mit Wärmebildkamera und Helfer kontrollierten zuvor, ob alle Häuser tatsächlich leer waren.
Nach der Auswertung von Luftbildern waren die Experten vom Kampfmittelräumdienst zunächst von zwei Bomben ausgegangen. Als sie den Fundort am Sonntag untersuchten, stellten sie jedoch fest, dass es sich bei einem der Sprengkörper in Wirklichkeit um einen Behälter für Bomben handelt, der aber leer war. Diesen konnten sie problemlos beseitigen. Anschließend transportierten sie den 125 Kilogramm schweren Blindgänger zu einem Sprengplatz im Stadtteil Ahlten. Nach der Sprengung erhielten die Züge wieder freie Fahrt. Gegen 14.00 Uhr konnten die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. lni
Die Kriegsbombe ist bereits die zweite, die innerhalb weniger Wochen in der 44 000 Einwohner zählenden Stadt kontrolliert in die Luft gejagt wurde. In Vechta mussten am 27. Dezember tausende Einwohner ihre Häuser verlassen, damit der Kampfmittelräumdienst eine Zehn-Zentner-Bombe zu einem Sprengplatz bringen konnte. Auch zwei Gefängnisse waren von der Evakuierung betroffen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Neujahr gelten in der Umweltzone in Hannover verschärfte Fahrverbote. In der Innenstadt dürfen jetzt nur noch Autos mit einer grünen Umweltplakette fahren.

01.01.2010

Niedersachsen hat einen turbulenten Jahreswechsel erlebt. Allein in der Landeshauptstadt zählte die Polizei zwischen Mitternacht und 6.30 Uhr 435 Einsätze.

01.01.2010

Aus ihrer brennenden Wohnung sind am Neujahrsmorgen eine junge Frau und ihr Kind in Hannover geflüchtet.

01.01.2010
Anzeige