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Meine Stadt Flagge zeigen gegen Atomwaffen
Hannover Meine Stadt Flagge zeigen gegen Atomwaffen
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15:04 08.07.2018
Zeichen: OB Stefan Schostok mit Kaori Matsuo am gestrigen Flaggentag. Sie zeigen einen Button des Bündnisses Mayors for Peace. Quelle: Foto: Behrens
Hannover

Im Umkreis von 200 Metern ist rund um die Aegidienkirche augenblicklich alles zerstört. Dann folgt eine Druckwelle samt Feuersturm, denen auch alles in drei Kilometer Entfernung zum Opfer fällt. Abgesehen von den enormen Langzeitauswirkungen: „Von Hannover wäre in wenigen Momenten platt, wenn über der Kirche im Zentrum eine Atombombe explodieren würde“, sagt Heidemarie Dann vom Hiroshima-Bündnis. Gemeinsam mit dem Friedensbüro Hannover und dem ADFC organisierte das Bündnis am Sonntag eine Fahrradtour zu verschiedenen Stationen, um über die Bedrohung durch Atomwaffen zu informieren. Unter anderem am Trammplatz vor dem neuen Rathaus, wo OB Stefan Schostok die Flagge Major of Peace hisste.

Die Flagge symbolisiert den Einsatz des weltweiten Netzwerkes (270 Städte) der „Bürgermeister für den Frieden“ für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Und das in Hannover bereits zum siebten Mal. „In diesem Jahr appellieren wir an die Atommächte, den im Juli 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen“, so Schostok.

Aktuell werde geschätzt, dass neun Staaten – die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – zurzeit zusammen etwa 14 465 Atomwaffen besitzen. Schostok: „Trotz einer Reduzierung der atomaren Sprengköpfe ist eine deutliche nukleare Abrüstung nicht in Sicht.“

Ebenfalls vor Ort waren am Sonntag die Japanerinnen Kaori Matsuo und Yumi Takenaka. Sie wissen aus ihrer Heimat besser als die Bürger in Hannover, was Atombomben bewirken können. Takenaka etwa kommt aus einen Dorf nahe Hiroshima. Ihr Vater hat die Explosion der Atombombe am 6. August 1945 dort gesehen und überlebt. Der Mathematikerin an der Leibniz-Universität Takenaka seien Aktionen gegen Nuklearwaffen sehr wichtig, erklärt sie. Die Japanischlehrerin Kaori Matsuo ergänzt: „Im Alltag vergisst man schnell, dass es Atombomben in der Welt gibt. Mindestens einmal im Jahr sollte man sich daran erinnern.“

Von Simon Polreich

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