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GEFIEDERTER RÄUBER:Am Maschsee findet derchinesische Kormorangute Fangbedingungen.

GEFIEDERTER RÄUBER: Am Maschsee findet der chinesische Kormoran gute Fangbedingungen.© Ingo Wagner

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Natur

Fischereiverein will an den Maschsee

Das ökologische Gleichgewicht am Maschsee gerät aus den Fugen. Heinz Pyka, Jäger und Angler, sagt: „Dort und an den Ricklinger Kiesteichen sind mindestens 100 Kormorane, wenn nicht noch mehr, unterwegs.“

Hannover. Die gefiederten Räuber haben Maschseefischer Hans-Ullrich Moeller vertrieben. Der Inhaber der Fischereirechte an Hannovers Binnensee, gibt auf.

Aber direkt nach dem NP-Bericht gestern über Moellers Abschied vom See scheint eine Lösung in Sicht. Um die Pacht, die von der Stadt zum November ausgeschrieben wird, will sich der Fischereiverein Hannover bewerben. Dessen Vorsitzender Pyka ist.

„Ähnlich wie am Annateich wollen wir an fest angelegten Stellen angeln“, sagt Vereinssprecher Dirk Wehrenberg zu den Plänen. Das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer bliebe tabu.

Die Experten im Fischereiverein überrascht der Rückzug des Fischzuchtmeisters Moeller nicht. „Schon vor Jahren hat er den Verkauf der Graskarpfen eingestellt“, sagt Wehrenberg. Auch zu dieser schönen Tradition wolle man zurückkehren.

„Im Winter könnten wir einen Berufsfischer engagieren und den See gründlich abfischen lassen“, ist der Vorschlag. Am Ufer würde man dann den Fang verkaufen. Und sich natürlich um neuen Besatz im Maschsee kümmern.

Dutzende von chinesischen Kormoranen gehen dort derzeit kurz vor Sonnenaufgang auf die Jagd nach kleinen Fischen. Sie vertilgen rund ein Kilogramm am Tag.

„Werden sie dort nicht fündig, fliegen sie an die Kiesteiche weiter“, hat Wehrenberg beobachtet. Der Vogel des Jahres 2010 „vagabundiert von Gewässer zu Gewässer“.

Pyka, der sein Jagdrevier in Döhren/Wülfel hat, hält die Kormoranpopulation für viel zu groß. Er habe „ein paar erlegt“, berichtet er. Die Abschüsse seien genehmigt nach der Niedersächsischen Kormoranverordnung - aber eben nicht am Maschsee.

Weil der Fischereiverein dort keine Rechte hat, ist derzeit nicht mal eine Überprüfung des Fischbestandes möglich. „Hauptsächlich Spiegelkarpfen, Graskarpfen, Hechte, Aale, Zander, Plötze und Schleie“, listet Stadtsprecher Alexis Demos auf.

Grundsätzlich, so die Verwaltung, sei es „sehr begrüßenswert, dass der Fischereiverein an der Pacht interessiert ist.“ Gern könnten sich die Verantwortlichen des Vereins an dem Ausschreibungsverfahren beteiligen.


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