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Meine Stadt Finanzierung für den Umbau des Beginenturms steht
Hannover Meine Stadt Finanzierung für den Umbau des Beginenturms steht
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06:15 05.11.2012
Hannover Begienenturm Aufau zum Teil des Historischen Museum (Foto: Ralf Decker) Quelle: Ralf Decker
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Hannover

Laut Kulturdezernentin Marlies Drevermann sollen die Arbeiten voraussichtlich im Frühjahr richtig losgehen. Dann werden die fünf Stockwerke des 23 Meter hohen Turms Schritt für Schritt begehbar gemacht. Im Erdgeschoss ist zudem eine spektakuläre Multimedia-Station vorgesehen, die die Geschichte des im Jahre 1357 errichteten Gebäudes dokumentiert.

100.000 Euro hat die Stadt bereits investiert, um das marode Dach sowie die Fassade sicher zu machen. Hinzu werden noch weitere 220.000 Euro für den Umbau kommen. Den Rest steuern der Bund, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Freunde des Historischen Museums, die Treppenstufen des Turms an Spender vergeben, sowie verschiedene Unternehmen bei. „Der Turm ist für Hannover von besonderer Bedeutung. Es ist wichtig, dass wir den Menschen das wenige, was wir noch aus der Vergangenheit haben, auch zugänglich machen“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack, die sich beim Bund für die Förderung des Denkmalprojektes eingesetzt hatte.

Eigentlich hatten bereits am Tag des offenen Denkmals am 9. September Besuchergruppen durch das Erdgeschoss des Beginenturms geführt werden sollen. Bei der Verbreiterung der Eingangstür, die in Zukunft auch Rollstuhlfahrer nutzen können sollen, war jedoch ein Teil des Eingangsbereich eingestürzt. Das Betreten des Gebäudes wäre lebensgefährlich gewesen.

Mittlerweile sind die ersten Sicherungsarbeiten an dem Gebäude jedoch so gut wie abgeschlossen. Noch in dieser Woche soll der neue Fußboden gegossen werden. Im Sommer sollen dann die ersten Teile des Turms, der bis 2006 als Kneipe genutzt wurde, wieder vorzeigbar sein. Auf diesen Teil der Vergangenheit weist zum Beispiel die Inschrift „Landjäger, Brezel, Gurke“ an einem der Steine im Inneren des Gebäudes hin. Ganz bewusst sollen solche Zeugnisse erhalten werden. „Wir wollen die gesamte Geschichte des Turms mit all seinen unterschiedlichen Nutzungen zeigen“, kündigte Thomas Schwark, der Direktor des Historischen Museums an.

Unter anderem sei der Beginenturm im 18. Jahrhundert auch schon als Brennholzlager für ein angrenzendes Hospital genutzt worden.

Möglich könnte bald auch eine Nutzung für Hochzeiten sein. Kulturdezernentin Drevermann kann sich das jedenfalls gut vorstellen.

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