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Meine Stadt Massenanfall von Verletzten in der IGS Roderbruch
Hannover Meine Stadt Massenanfall von Verletzten in der IGS Roderbruch
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00:17 29.05.2018
Gut vorbereitet: Die Einsatzkräfte proben in der IGS Roderbruch einen Massenanfall von Verletzten. Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Ein eingestürztes Dach mit 40 Verletzten, 250 Einsatzkräfte mit 50 Rettungsfahrzeugen im Einsatz. Dramatische Szenen wie diese spielten sich am Samstag in Groß-Buchholz ab. Täuschend echt wurde bei der alljährlichen Großübung der Feuerwehr Hannover und der DRK-Rettungsschule am Samstag auf dem Gelände der IGS Roderbruch für den Ernstfall geprobt.

Bei Kranarbeiten kommt es zu einem Unfall

Das simulierte Großschadensereignis 2018: Bei Kranarbeiten kommt es zu einem Unfall, ein Glasdach stürzt zum Teil ein, darunter Verletzte, die realitätsgetreu gerettet werden.

Was passiert im Ernstfall? Diese Frage stellten sich am Samstagmorgen Einsatzkräfte aus Hannover. Sie probten den Massenanfall von Verletzten.

Und das wurden sie: Um 9:30 Uhr fiel der Startschuss, direkt spielten sich Szenen wie in einem Katastrophen-Film ab. Die Anspannung der involvierten Personen, von Verletzten-Darstellern bis hin zu Notärzten – hoch. Für Letztere handelt es sich um ihre Abschlussübung für den Leitenden-Notarzt-Kurs.

Nicht wer am lautesten schreit, ist am stärksten verletzt

Was deren schwierigste Aufgabe in solch einer Situation ist, wurde schnell deutlich, als man den Eingangsbereich der Schule betrat, wo die Darsteller blutüberströmte Verletzte neben leblosen Körpern mimten und um Hilfe schrien. „Erstmal gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen, anstatt sich Einzelschicksalen zu widmen. Denn die, die am lautesten schreien, sind nicht die am stärksten Verletzten.

In den ersten 60 Sekunden ist nichts anderes zu tun, als zu unterscheiden, wer noch eine Überlebenschance hat und wer am schnellsten abtransportiert werden muss“, erklärte Michael Hintz von der Feuerwehr Hannover. Als Gesamteinsatzleiter weiß er, dass das strukturierte Vorgehen in solch einem Fall das A und O ist.

Für den Überblick bekommen die Verletzten Markierungen, von leicht verletzt bis ohne Überlebenschance. Zeitgleich wird eine Patientenablage errichtet. Dort werden sie für den Abtransport, sortiert nach Verletzungsgrad, vorbereitet. Die Leichtverletzten werden zu einem Behandlungsplatz gebracht.

Abläufe müssen optimiert werden

Michael Hintz hatte an diesem Tag die Beobachterposition. Es gilt, Abläufe zu optimieren. „Bei unserer nächsten Großübung wollen wir zwei weitere Rettungs-Gerätewagen haben. Und wir möchten die Alarmierungsstufen noch besser strukturieren. Das sorgt für einen noch besseren Überblick im Katastrophenfall - der hoffentlich nicht in der Realität eintreten wird.“

Von Josina Kelz

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