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Meine Stadt Feuerwehr Hannover: So lief die Unwetter-Nacht
Hannover Meine Stadt Feuerwehr Hannover: So lief die Unwetter-Nacht
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15:41 23.06.2017
Immer Mittendrin: 568 Einsatzkräfte waren im Einsatz.  Quelle: Christan Elsner
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Hannover

Mehr als 500 Einsätze in kürzester Zeit, 568 Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiteten im ganzen Stadtgebiet, um die Auswirkungen zu bekämpfen – zum Beispiel 60 000 Liter Wasser, die in einen Versorgungsschacht des Hauptbahnhofs liefen. Teile des Bahnhofs waren dunkel, da eine Elektroverteilung unter Wasser stand. Mehrere Geschäfte mussten schließen.

Hauptbahnhof Hannover mit Absperrungen Quelle: Dillenberg

Um 20:45 Uhr ging es richtig los. Während das Unwetter bereits am Mittag in Nordniedersachsen gewütet und den Fernverkehr zwischen Hannover, Hamburg und Bremen lahmgelegt hatte, stürzten am Abend die Wassermassen auf die Landeshauptstadt nieder. Freiwillige Feuerwehren aus Laatzen, Langenhagen, Hemmingen und Garbsen waren im Einsatz.

Besonders prekär wurde es im Kinderkrankenhaus auf der Bult. Dort war ein Operationsbereich überflutet worden. Hier, wie auch am Bahnhof, wurden Pumpen eingesetzt, um den Bereich wieder benutzbar zu machen.

Die vollgelaufene Kinderklinik auf der Bult. Quelle: Dillenberg

Es gab diverse Unwettereinsätze mit vollgelaufenen Kellern und Ästen auf den Straßen. An vielen Orten lösten sich automatische Feuermelder aus, bei denen die Einsatzkräfte überprüfen mussten, ob es sich um einen dringenden Notfall handelte. Um 21.39 Uhr kam es in der Otto-Brenner-Straße zu einem Brand in einer Elektroverteilung – der konnte allerdings schnell gelöscht werden.

Außerdem kam es noch zu einem Unfall auf dem Messeschnellweg mit tödlichen Folgen: http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Unfall-auf-dem-Schnellweg-Junge-Frau-stirbt

Der Chef der Feuerwehr Hannover Claus Lange dankte heute früh allen Einsatzkräften für ihre gute Arbeit.

Nach über 10 stündigem Dauereinsatz hatte der Einsatzstab gegen sieben Uhr damit begonnen, die erschöpften Einsatzkräfte der Feuerwehr sukzessive aus den Einsätzen zu entlassen. Von den frühen Morgenstunden an meldeten sich aber weiterhin dutzende Menschen in der Regionsleitstelle und schilderten durch den Sturm verursachte Schäden. Hieraus resultierten bis 14 Uhr noch rund 95 Einsätze zu denen Einsatzkräfte der Feuerwehr ausrückten. Hierbei handelte es sich fast ausnahmslos um Wasserschäden, umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste.

Von hee

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