Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Festgefrorene Leiche hängt bis Hamburg unter Zug
Hannover Meine Stadt Festgefrorene Leiche hängt bis Hamburg unter Zug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 24.01.2013
SCHRECKLICHER FUND IM BAHNHOF ALTONA: Am Zug aus Hannover wurde gestern die gefrorene Leiche eines Mann aus der Region gefunden. Quelle: TVR NewsNetwork
Anzeige
Hannover/Hamburg

Bei dem Toten handelt es sich um einen 57-Jährigen aus der Region Hannover. Er war kurz vor 7 Uhr zwischen Großburgwedel und Kleinburgwedel (Burgwedel) von dem Zug erfasst worden - und vom Lokführer unbemerkt fast 140 Kilometer bis in die Hansestadt mitgeschleift worden.

Der Euro-Night 490 kam aus Wien und hatte gestern gegen 6.45 Uhr planmäßig in Hannover gehalten. Keine zehn Minuten nachdem der Lokführer seine Fahrt in Richtung Hamburg fortgesetzt hatte, wurde der 57-Jährige auf freier Strecke zwischen den Bahnübergängen an der Bahnhofstraße (Großburgwedel) und der Wallstraße (Kleinburgwedel) erfasst. „Der Zug war zu diesem Zeitpunkt rund 160 Stundenkilometer schnell“, sagt Martin Ackert, Sprecher der Bahnpolizeidirektion Hannover.

Den Zusammenstoß hatte der Lokführer zwar bemerkt. Allerdings sei ihm nicht bewusst gewesen, einen Menschen erfasst zu haben, sagte er später aus. Er sei davon ausgegangen, ein Tier umgefahren zu haben.

Bis nach Altona schleifte der Zugführer die Leiche mit. Als er sich im Bahnhof die Lok näher anschaute, entdeckte er Kleidungsreste. Der Körper des 57-Jährigen war so festgefroren, dass Experten der Gerichtsmedizin die Eisleiche bergen mussten.

Die Kripo in Hannover geht davon aus, dass der Mann aus der Region Selbstmord beging. Nach NP-Informationen wurde später ein Abschiedsbrief des 57-Jährigen gefunden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige