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Meine Stadt Fans: Minister Pistorius muss erst Forderungen erfüllen
Hannover Meine Stadt Fans: Minister Pistorius muss erst Forderungen erfüllen
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00:16 16.07.2017
Kein Glück bei Fußball-Fans: Innenminister Boris Pistorius.  Quelle: Archiv
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Hannover

 
 

Süffisanter Kommentar

Den ursprünglichen „Fangipfel“ gegen immer mehr Gewalt rund um den Fußball hatte Pistorius für den 10. August angesetzt – und kassierte prompt die rote Karte von „Pro Fans“. Die Vereinigung sagte ab und warf ihm vor, die Anhänger als „Steigbügelhalter“ in seinem Wahlkampf als „Sicherheitsexperte“ von Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) missbrauchen zu wollen (NP berichtete). Am Montag dann cancelte der Minister das Treffen und kündigte einen „Fan-Kongress“ mit verändertem Format für den 11. November an. Dazu die Vereinigung süffisant: „Pro Fans nimmt die Einsicht des niedersächsischen Innenministers über den mangelnden Erfolg eines medienwirksam von ihm inszenierten Fangipfels zur Kenntnis.“

Tatsächlich hatte Pistorius den aktiven Fanszenen so etwas wie eine Kriegserklärung geschickt, als er kürzlich in einem Interview „maximale Abschreckung“ gegen Fußball-Chaoten ankündigte, mit „lebenslangen Stadionverboten“ und Abschaffung von Stehplätzen drohte. Auch zum Thema Pyro in den Arenen vertritt er eine andere Meinung als manche in den Kurven: „Pyrotechnik ist strafbar. Ende!“

Wer will noch mit Pistorius sprechen?

Zu Fragen, mit wem Pistorius am 11. November noch reden will (und wer mit ihm) und ob er die Forderungen von „Pro Fans“ erfüllen möchte, dazu gab es am Mittwoch aus dem Ministerium auf NP-Anfrage (noch) keine Antworten.

Von Britta Mahrholz

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