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Hannover 96

Fan-Hitlergruß sei „widerlich“

Der Fan, der bei einem Testspiel mit Nazi-Pöbeleien auffiel, darf sich nicht mehr blicken lassen. Die Polizei Hannover: Es gibt auch rechtes Gedankengut in der Szene.

Velden. Der Tag nach dem Hitlergruß-Skandal: Auf dem Trainingsplatz von Hannover 96 im Trainingslager in Velden (Österreich) darf sich der Pöbelfan, der beim 96-Testspiel gegen die Mannschaft von Kayserispor den Arm gehoben und „Heil Hitler“ gebrüllt hatte (NP be­richtete), nicht mehr blicken lassen. Für ihn gab es die rote Karte: Ultras und 96 teilten ihm unmissverständlich mit, dass er im Trainingslager unerwünscht sei.

Der Chaot im roten 96-Shirt hatte am Donnerstag hinter den Spielerbänken von Kayserispor  die Trainer und Spieler mit Erdogan-Sprüchen und üblen Beleidigungen provoziert, „Heil Hitler!“ geschrien und den Hitlergruß gezeigt. Dann türmte der rechte Rabauke in ein nahes Waldstück. Die örtliche Polizei schnappte ihn, er musste zum Verhör, wurde aber noch am Abend vom Staatsanwalt freigelassen.

96 und die Ultra-Gruppen vor Ort distanzierten sich von dem Rechtsradikalen. Er gehöre keiner Fangruppe an, hieß es. Rechtes Gedankengut ist aber nach Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover durchaus in der 96-Fanszene vorhanden. Sprecher Mirko Nowak: „In der Anhängerschaft von Hannover 96 sind alle politischen Richtungen vertreten. Darun­ter befinden sich auch einzelne Personen mit rechter Gesinnung.“

Gestern äußerte sich  96-Boss Martin Kind zu dem Nazi-Fan: „Ich finde das, was am Rande des Testspiels passiert ist, widerlich.“ Das Verhalten sei „in keinster Weise akzeptabel. Wir distanzieren uns entschieden davon“, so Kind. 96 entschuldigte sich am Donnerstag bereits bei Kayserispor für den Vorfall.

Die örtliche Polizei re­agierte gelassen. „Das Verfahren wird von der Staatsanwaltschaft nach Deutschland weitergeleitet“, so der Einsatzleiter. Der Täter habe auf der Wache seine Nazi-Parolen gestanden und durfte dann gehen. In einigen Wo­chen werde er Post von der Staatsanwaltschaft bekommen. Der Vorwurf lautet auf „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“.

Dirk Tietenberg/Britta Mahrholz


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