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Meine Stadt Familientragödie: Die Frage nach dem Warum
Hannover Meine Stadt Familientragödie: Die Frage nach dem Warum
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12:32 25.11.2015
Haus in Gleidingen: Hier wurde der Familienvater erstochen. Quelle: dpa
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Hannover

Der Ablauf des Familiendramas mit vier Toten in Hannover und im Vorort Laatzen-Gleidingen ist weiter unklar. Die Polizei sicherte am Mittwoch Spuren und befragte Zeugen aus dem Umfeld der Familie.

Der 41 Jahre alte Vater war am Dienstag erstochen in seinem Haus in Gleidingen entdeckt worden. Danach wurden auch seine 35-jährige Frau und die beiden drei und neun Jahre alten Kinder tot in einer Wohnung in Hannover gefunden. Das Paar lebte nach Angaben von Anwohnern seit einiger Zeit getrennt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mutter zuerst ihren neunjährigen Sohn und die dreijährige Tochter und dann sich selbst tötete. Zu den genauen Umständen dieses erweiterten Suizids machte Polizeisprecher Thorsten Schiewe am Mittwoch zunächst keine Angaben. "Die Leiche des Vaters wird zurzeit obduziert", sagte der Sprecher.

Ob die 35-Jährige ihren Mann erstach, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Die Familie war erst vor zwei Jahren in den Klinkerbau in Gleidingen gezogen und hatte begonnen, das Haus zu renovieren, wie ein Nachbar am Mittwoch sagte. Auch nach der Trennung wurden die Kinder beim Vater gesehen. Nach Medienberichten soll es Streit über die Besuche der Kinder gegeben haben.

Anwohner berichteten auch davon, dass die Frau längere Zeit krank war. Am Mittwoch lagen zwei Rosen vor der versiegelten Tür des Einfamilienhauses in Gleidingen, außerdem hatte jemand ein rotes Grablicht angezündet. Der 41-Jährige war am Dienstagnachmittag von seinen 62 und 63 Jahre alten Eltern entdeckt worden.

Weil die ebenfalls in dem Haus gemeldete Ehefrau und die Kinder nicht dort angetroffen wurden, fuhren die Ermittler zu der ebenfalls der Familie gehörenden Wohnung im etwa 20 Kilometer entfernten Stadtteil Hannover-Linden. Dort fanden sie die Leichen der Frau und beiden Kinder. dpa

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