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Doris Schröder-Köpf beim Wahlkampf mit Serbiens Ex-Präsident Boris Tadic.

Gerhard Schröder besuchte mit seinem Freund, Serbiens Ex-Präsidenten Boris Tadic, gemeinsam die Heiligabend-Messe der serbisch-orthodoxen Gemeinde.© Becker

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Orthodoxes Fest

Familie Schröder feiert schon wieder Weihnachten

Ist denn schon wieder Weihnachten? Für einen Teil der Welt schon - und Ex-Kanzler Gerhard Schröder feierte mit. In der serbisch-orthodoxen Gemeinde am Mengendamm besuchte er die Heiligabend-Messe.

Hannover. Schröder mag auch dieses Weihnachten ganz gern. „Ich finde, das hat eine ganz eigene Würde“, sagte er über den prachtvollen und sehr feierlichen Gottesdienst. Nur das die Weihnachtseiche noch am selben Abend verbrannt wird, „ist mir neu“.

Dennoch lief nicht alles perfekt. Seine Frau Doris Schröder-Köpf musste bereits früh wieder nach Hause fahren, zusammen mit ihrem Sohn Gregor (7). Ihm sei plötzlich schlecht geworden, so Schröder. Wahrscheinlich habe er irgendetwas nicht vertragen. Dabei sollte es gerade für ihn und seine große Schwester Viktoria (11), die gestern bei ihrem Vater in der Kirche blieb, ein besonderer Moment werden. Das Ehepaar Schröder hat beide vor Jahren aus Russland adoptiert - aus einem überwiegend orthodoxen Land. „Das hat für uns und unsere Kinder, die in Russland geboren sind, eine besondere Bedeutung. Es ist schön für sie, dass sie so einen Eindruck vom orthodoxen Weihnachtsfest bekommen können“, sagte Schröder-Köpf noch vor der Messe.

Heute sind beide Kinder katholisch. Dabei war die kleine Viktoria schon orthodox getauft, als sie in der Familie Schröder aufgenommen wurde. Ihre Eltern ließen die Konfession ändern - aus einem ganz einfachen Grund. „Ich hätte sie nicht nach den Grundsätzen der Orthodoxen Kirche erziehen können, da ich diese einfach nicht kenne“, so Schröder-Köpf, die als Kind neun Jahre lang von Nonnen im katholischen Internat in Dillingen an der Donau erzogen und geprägt wurde. „Ich hätte das aber auch nicht nach den evangelischen Grundsätzen tun können“, so die Frau des Protestanten Gerhard Schröder.

Auch Boris Tadic war mit beim Gottesdienst, der frühere Präsident Serbiens - und ein Freund der Schröders. Schon einen Tag zuvor hatte er sich für die SPD-Landtagskandidatin Schröder-Köpf eingesetzt. Am Kröpcke besuchte er mit ihr einen Wahlkampfstand der SPD. Er hält viel von ihr. Und er glaubt, dass die Frau, die bei einem Wahlsieg von Stephan Weil dessen Integrationsbeauftragte werden will, noch mehr kann. Kann sie auch Bundespolitik?

Vielleicht werde er sie ja eines Tages in einem Ministerium in Berlin besuchen, so Tadic: „Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass dies passiert.“ Doch erst einmal geht es um die Wahl in Niedersachsen - und da geht es um jede Stimme, das weiß auch Tadic. „Ich denke, dass die Serben in Niedersachsen die SPD wählen sollten. Das wäre die natürlichste Wahl“, sagt der Ex-Präsident, der weiß, dass alle Serben, die nicht eingebürgert sind, auch keine Stimme haben. Tadic plädiert dafür, das zu ändern. Die Landtagskandidatin tut das auch. „Menschen, die Jahrzehnte hier leben, deren Kinder hier vielleicht geboren und zum Teil deutsche Staatsbürger sind, müssen hier auch wählen dürfen. Es werden immer mehr, die das wollen. Wir sind Mitglieder einer Gemeinschaft, das ist ihre Aussage. Rot-Grün wird Initiativen entwickeln, damit sich da etwas ändert“, so Schröder-Köpf.


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