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Meine Stadt Falscher Brief: Boehringer stellt Strafanzeige
Hannover Meine Stadt Falscher Brief: Boehringer stellt Strafanzeige
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19:37 19.03.2010
Die Boehringer-Baustelle in Kirchrode.
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Von Vera König

HANNOVER. Einen sehr höflichen Brief von „Boehringer Ingelsheim“ haben Dutzende von Kirchröder Bürgern in ihrem Postkasten gefunden. Der Pharmakonzern, dessen richtiger Firmensitz Ingelheim ist, bittet darin angeblich um Unterstützung.

In dem geplanten Zentrum für Tierimpfstoffe – so heißt es – sollten nicht nur Testreihen an Schweinen, sondern auch an Kleintieren und Pferden laufen. Man bitte deshalb die Anwohner, Boehringer Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen zur Verfügung zu stellen.
Die Kosten für die Untersuchungen werde Boehringer tragen, steht in dem Brief. „Zudem entlasten wir Sie mit einer Aufwandsentschädigung“. Für weitere Informationen wird um Telefonkontakt oder Besuch am Montag gebeten.

„Die Briefe sind gefälscht“, stellt Boehringer-Sprecherin Heidrun Thoma dazu fest. Sie enthielten außer einem falschen Firmenlogo und einem falsch geschriebenen Firmennamen „eine Aneinanderreihung falscher Tatsachenbehauptungen“. Nach wie vor sei ausschließlich ein Forschungszentrum für Schweine- und Rinderimpfstoffe geplant.

Die Tiere dafür stammten nur aus anerkannten Versuchstierzuchten. Die Behauptung, dass Boehringer Ingelheim Privatpersonen zur Abgabe ihrer Haustiere für Versuchszwecke auffordert, sei absurd.

Wegen der gefälschten Wurfsendung ermittelt die Polizei. Auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Kenner vermuten radikale Tierschützer als Urheber der Briefe. Im Kampf gegen das Forschungszentrum für Schweine- und Rinderimpfstoffe am Bünteweg hatte es im Vorjahr eine wochenlange Besetzung des Geländes, Farbschmierereien (auch am Haus von Oberbürgermeister Stephan Weil), ja sogar Schüsse mit Metallkugeln aufs Rathaus gegeben.

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