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PROMINENTER VERMISSTER: Dem Residenzmuseum Celle gehörtdieses Bild Graf Königsmarcks.

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Kriminalität

Fall Königsmarck: Mögliche Verwandte meldet sich

Gehören die Knochen von der Landtagsbaustelle dem vor 323 Jahren verschwunden Grafen Philipp Christoph von Königsmarck? Bei der Staatsanwaltschaft hat sich jetzt eine mögliche Verwandte gemeldet.

Hannover. „Wir haben in englischer Sprache einen Brief einer wohl entfernten Verwandten erhalten, die ihre Mithilfe bei den Untersuchungen - zum Beispiel bei einem eventuellen DNA-Abgleich - angeboten hat“, sagte am Montag der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Klinge. Für die Behörde gibt es allerdings keinen „Fall Königsmarck“, weil die Knochen schon nach ersten Untersuchungen als sehr alt erkannt wurden (NP berichtete).

Die Knochen sind Montag beim Landesamt für Denkmalpflege eingetroffen. Noch in dieser Woche sollen sie Spezialisten des Instituts für Anthropologie der Uni Göttingen übergeben werden, sagt Referatsleiter Friedrich-Wilhelm Wulf. „Wir müssen erst mal gucken, ob die Knochen von einem identischen Individuum stammen oder von mehreren.“ Auf der Baustelle habe nicht überprüft werden können, wie die Knochen gelegen haben, deshalb sei noch nicht auszuschließen, dass sie zu mehreren Menschen gehören. Ursprünglich beherbergte das heutige Leineschloss ein Kloster. „Dort sind auch Mönche begraben worden“, erläutert Wulf.

In Göttingen soll dann geklärt werden, wie alt die Knochen sind - und wie alt der Mensch war, als er gestorben ist, vielleicht lasse sich auch die Todesursache klären. Wenn sich dann die Möglichkeit erhärte, dass es sich um Königsmarck handeln könne, sei auch ein vergleichender DNA-Test mit möglichen Nachfahren möglich. Das werde einige Wochen dauern, aber wohl doch zügig gehen, meint Wulf: „Es ist ja ein prominenter Fall.“

Auch über Deutschland hinaus hat der Fund Wellen geschlagen. Die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ berichtete: „Verschwundener schwedischer Graf gefunden“. Hintergrund: Königsmarcks Vater war Feldmarschall in Diensten des schwedischen Königshauses.

Der 29-jährige Königsmarck ist in der Nacht des 11. Juli 1694 im Leineschloss verschwunden. Es gilt als sicher, dass er einem Mordkomplott zum Opfer fiel. Er hatte eine Affäre mit Kurprinzessin Sophie Dorothea, der Frau des Thronfolgers Georg Ludwig. Für den Thronfolger war die Affäre eine Provokation.


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