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Meine Stadt Fall Jenisa: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft
Hannover Meine Stadt Fall Jenisa: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft
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15:52 15.10.2015
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Hannover

Lebenslange Haft für den Angeklagten hat die Staatsanwaltschaft Hannover im Prozess um den Tod der kleinen Jenisa gefordert. Der heute 44-Jährige soll 2007 die Nichte seiner damaligen Lebensgefährtin sexuell missbraucht und ermordet haben. "Das war Mord", sagte der Staatsanwalt am Donnerstag und sprach von einem "kaltblütigen" Verbrechen. "Die Tat geschah einfach nur, um dem verhassten Schwager Leid zuzufügen."

Der Mann war früh verdächtig, die Polizei konnte ihm aber zunächst nichts nachweisen. Erst nachdem er 2014 für den Mord am fünfjährigen Dano in Herford hinter Gitter kam, kamen die Fahnder voran. Mitgefangene erschlichen sich unter einem Vorwand das Vertrauen des Angeklagten und dieser gestand ihnen offenbar die Morde an Dano und Jenisa und schilderte, wo er das tote Mädchen versteckt hatte.

Die Anwälte der Familie als Nebenkläger verlangten zusätzlich zu der lebenslangen Haft die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sowie eine Sicherungsverwahrung nach Ende der Haft. Jenisa sei wie ein Hund erschlagen worden, früher wäre für eine derart menschenverachtende Tat die Todesstrafe in Betracht gekommen, sagte Nebenklägeranwalt Manfred Koch.

Die Verteidigerin forderte eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch. Die Indizien seien nicht ausreichend gewesen um nachzuweisen, dass der Angeklagte der Täter ist. Nach dem abgeschlossenen ersten Verfahren habe nicht erneut gegen den Mann ermittelt werden dürfen.

 dpa

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