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Meine Stadt Fahrrad-Rüpel gefährden auf Fußwegen Passanten
Hannover Meine Stadt Fahrrad-Rüpel gefährden auf Fußwegen Passanten
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23:16 17.08.2010
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VONSEBASTIAN SCHERER

HANNOVER. In letzter Sekunde zog Christian Schonsok seinen Sohn Bruno (2) zu sich heran – der Reifen des Fahrrades streifte noch dessen T-Shirt. Schonsok, der das Café Gostoso am Engelbosteler Damm betreibt, war schockiert, aber kaum überrascht: „Es fahren so viele Leute Fahrrad auf dem Gehweg hier – es ist einWunder, dass nicht öfter etwas passiert.“

Auch wenn die Straße in derNordstadt oft stark befahren ist – Fahrradfahrer müssen sie trotzdem nutzen –, der Fußweg ist eigentlich tabu. „Es gibt täglich Beinahe-Unfälle“, sagt auch Heiko Heybey, der gegenüber vom Gostoso die Bar Spandau betreibt. Mit Schildern zwischen Geschäft und Außenplätzen weist er Radfahrer darauf hin, wenigstens dort abzusteigen, wo ständig Gäste und Personal hin- und herlaufen. Das schert viele Radler wenig: „Man muss ständig ausweichen.“ Es störe ihn nicht, wenn einVater mit seinem Kind oder Senioren auf dem Fußweg fahren. „Nur die, die sowieso vorsichtig unterwegs sind, steigen hier auch ab. Aber um die geht es auch nicht. Es geht um die Rücksichtslosen.“

Probleme mit Fahrradfahrern gibt es nicht nur in der Nordstadt. Auch an der Königstraße (Oststadt) sind die Rad-Rüpel „ein ganz großes Thema“, sagt Oliver Ahlborn. Der Chef des Restaurants Diva hat „oft brenzlige Situationen“ in seinem Außenbereich. Dabei sei der Radstreifen direkt nebenan. Aber: „Zu 80 Prozent sind die gnadenlos. Und wenn man was sagt, wird nur zurückgemault.“

Nicht nur Gastronomen beschweren sich: Petra Zobel wohnt an der Bethlehemstraße (Linden-Nord). Ihr sei ein rücksichtsloser Radfahrer in den Kinderwagen gefahren, als sie aus der Tür kam: „Seitdem gehe ich nur sehr vorsichtig aus dem Haus, vor allem, wenn meinSohn dabei ist.“ Carlo ist zwei Jahre alt – „wenn ihn jemand umfährt, kann das schlimme Folgen haben“.

Die Polizei weiß, dass viele Radfahrer vor allem an stark befahrenen Straßen auf Fußwege ausweichen – auch, wenn sie das nicht dürfen. „Wir machen regelmäßig Fahrradkontrollen“, sagt eine Sprecherin. Man wolle jetzt auch verstärkt die Bethlehemstraße in den Fokus rücken: „Beschwerden gehen wir nach.“ Dass am E-Damm mit seinen breiten Fußwegen gern unberechtigt gefahren wird, sei „ein bekanntes Problem“. Auch hier gebe es immer wieder Kontrollen. Aber offenbar lassen sich viele davon nicht beirren. „Wir haben angeregt, dass rote Fahrradstreifen auf die Straße gemalt werden“, sagt der Nordstädter Schonsok. Allerdings sei der E-Damm dafür zu schmal: „Man könnte auch Schilder aufstellen.“ Dass sich daran gehalten wird, bezweifelt er aber: „Man muss als Fußgänger wohl einfach aufpassen.“

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