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Meine Stadt Fährmannsfest: Anlegen zum Rocken
Hannover Meine Stadt Fährmannsfest: Anlegen zum Rocken
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18:44 03.08.2014
GEBEN GAS: Die Schröders, rechtsSänger Burger. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

Etwas schräger, etwas peaciger als andere Festivals - das ist das Erfolgsgeheimnis dieser Oper-Air-Sause. 17 000 Menschen kamen dieses Mal zur Halbinsel, wo sich Leine und Ihme treffen, Linden und Calenberger Neustadt - und ganze Welten. Das dreitägige Fährmannsfest ist eine Feier für die ganz große Hannover-Familie.

Fotos: Behrens/Hagemann

Die große Musikbühne ist da nur eine Hauptsache von vielen. Die Kulturbühne auf der Faust-Wiese ist längst zu einem eigenen kleinen Festival geworden. Da spielen die inklusiven Bands Eisbrecher und H-Art Times Gassenhauer von Marius Müller Westernhagen bis zu „96, alte Liebe“, ruft das theatralische Grenzkollektiv rund um „Nipple Jesus“-Regisseurin Bea Tinzmann in einer bizarren Performance „Die neue Ehrlichkeit“ aus, messen sich Dichter beim Poetry-Slam. Und nebenan, beim plüschigen Leinehertz-Wohnwagen, greift spontan Songwriter Ole Hauk in die Saiten.

Beim Kinderfest tummeln sich die kleinsten Fährmannsfest-Besucher wie der vierjährige Jonathan beim handbetriebenen Selfmade-Karussell aus Holz und Seilen. Sie laufen über einen Barfußpfad aus Tannenzapfen, Muttererde und Korken oder erklimmen auf der Fläche des Dinosaurierparks Münchehagen Urviecher wie der vierjährige Julian - und wenn der Lieblingsdino, der Triceratops, besetzt ist, tut es halt auch ein Styracosaurus-Baby aus Kunstharz.

Auf den Wiesen entspannen, Cocktails oder anderes schlürfen, Menschen treffen und dann eben doch mal zur Hauptbühne herüberschlendern. Am Sonntag, also gestern, gibt es traditionell das entspanntere Programm: wunderbar tanzbaren Ska von den Busters, Blues und Boogie von Andy Frasco & his U.N., Countryfolk von Torpus & The Art Directors und mehr.

Am Sonnabend laden härtere Klänge zum friedlichen Feiern: ein starker Hannover-Dreier zwischen Punk- und Indie-Rock mit Jared Cares, Ducs und Ich kann fliegen, politische Ansagen mit den Rostocker Altpunks Dritte Wahl, Party-Punk mit den Schröders: „Komm lass uns schmutzig Liebe machen“. Auch der „Summer of Love“ geht anders.

Zum Schluss des Schröders-Konzerts gab es sogar einen Heiratsantrag: Eine Tina fragte ihren Fabian, ob er denn wolle. Und er antwortete mannhaft knapp: „Jo!“ Es steckt alles drin in diesem Fährmannsfest.

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