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Meine Stadt Expo Plaza Hannover: Mensa der Hochschule bleibt zu
Hannover Meine Stadt Expo Plaza Hannover: Mensa der Hochschule bleibt zu
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00:18 13.10.2018
Bis zum Mittwoch gab es Currywurst und Co. aus dem Foodtruck. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Statt Currywurst aus dem Foodtruck gibt es für Studenten am Expo Plaza jetzt Eintopf in einer Werkstatt – denn die Mensa ist seit einem halben Jahr aufgrund eines Bauschadens geschlossen. Die Studenten sind es satt, keine richtige Mittagsverpflegung zu bekommen und von einer Notlösung auf die andere vertröstet zu werden. Übergangsweise wurde ein Foodtruck aufgestellt. Der ist ab Mittwoch weg. Jetzt gibt es Gulasch und Eintopf in einer Werkstatt, die eigentlich gerade eine Baustelle ist. Für etwas mehr Gemütlichkeit wurden 15 Bierzeltgarnituren aufgestellt. Reinpassen sollen 120 Personen –3000 Mägen sind jedoch am Expo Plaza zu füllen. Und diese Mägen knurren.

„Natürlich könnten wir uns auch Brotstullen schmieren –aber wie viele davon sollen wir denn hier anschleppen, um uns den ganzen Tag zu versorgen?“ fragt sich Student Ogur Cicek (25). Also grüßte täglich die Currywurst aus dem Foodtruck. „Ich habe davon schon Pickel im Gesicht“, klagt Albert Bednarski (21). „Und die Konzentration war nach dem Mittagessen auch immer hin – die Wurst liegt wie ein Stein im Magen.“ Hinterhertrauern werden die Studenten dem Foodtruck also nicht – aber noch mindestens bis Januar täglich Eintopf auf einer Bierzeltgarnitur zu essen, löst bei ihnen auch keine Stürme der Begeisterung aus.

Eintopf und Bierzeltgarnitur für die Studenten. Quelle: Nancy Heusel

Mensa gehört einer Gesellschaft

Die Mensa soll nämlich erst im neuen Jahr wieder geöffnet werden –nach dem neusten Stand. Seit der Schließung am 25. April wegen eines Wasserschadens wird der Termin aber immer wieder nach hinten verschoben. „Es wird uns ständig gesagt: in zwei Wochen“, sagt Malte Lenz (23). Er und seine Kommilitonen Viola, Cicek und Lucia Frische (22) sind in der Studentenvertretung und arbeiten an einer Lösung für das Problem. Doch das sei gar nicht so einfach: „Irgendwie ist das alles verzwickt, niemand blickt mehr durch, wer unser Ansprechpartner ist.“ Studiendekanin Anke Bertram (54) vermutet dahinter „eine Hinhaltetaktik –vom wem auch immer.“

Auch Hochschul-Präsident Josef von Helden (54) findet die Situation unglücklich, die Kommunikation mit dem Mensa-Vermieter verlaufe nur schleppend. Die Mensa ist nämlich nicht in Landesbesitz, sondern gehört einer Gesellschaft. Dazwischen geschaltet sei noch ein Verwalter. Absprachen seien also kompliziert. Zwei Monate sei erstmal gar nichts passiert. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass das Versprechen nicht eingehalten werden kann, die Mensa zum Wintersemester wieder nutzen zu können.“ Deshalb werde die Hochschule nun eine vollständige Mietminderung geltend machen.

Bis zum Mittwoch gab es Essen aus dem Foodtruck. Quelle: Nancy Heusel

Essen auf der Treppe oder dem Boden

Ihr Geld zurück wollen auch die Studenten – denn die bezahlen 90 Euro im Semester an das Studentenwerk, um eine Mensa-Verpflegung zu erhalten. Nicht nur wegen des Essens, sondern auch, um nicht mehr auf der Treppe oder Boden essen zu müssen, wenn die Bierbänke belegt sind. Doch das könnte schwierig werden, weiß Bertram: „Bereits bezahltes Geld zurück zu bekommen, ist immer schwierig. Es gar nicht erst zu überweisen, kann zur Exmatrikulation führen.“

Immerhin: Die Preise im Hochschul-Kiosk wurden reduziert. „Aber ein günstiges belegtes Brötchen füllt den Magen eben auch nicht“, findet Studiendekanin Ulrike Buchholz (59).

Von Josina Kelz

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