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Meine Stadt Ex-96-Verkäufer müssen zahlen
Hannover Meine Stadt Ex-96-Verkäufer müssen zahlen
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00:21 20.07.2015
Quelle: dpa
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Hannover

Die Liste der vermeintlich gestohlenen 96-Fanartikel ist etwa 30 sehr eng bedruckte Seiten lang. Wert der Ware: 40 000 Euro. Soviel sollen die beiden Fan-Shop-Verkäufer (26 und 52 Jahre alt) 2010 entwendet haben. Im Strafverfahren gestanden sie, 150 Trikots und fünf Baseballkappen gestohlen zu haben. Dafür kassierte sie vor dem Amtsgericht Hannover Geldstrafen jeweils von 90 Tagessätzen. Das war aber schon 2011. Die beiden Männer arbeiteten als Verkäufer in mobilen Fan-Shops im Stadion.

Gestern wollte Hannover 96 Sales&Service die zivilrechtliche Begleichung des Schadens. Das Ganze endete mit einem Vergleich: Die beiden Verkäufer erklärten sich bereit, jeweils 4000 Euro an das Unternehmen zu zahlen.

Zwischen 8000 Euro und 40 000 Euro besteht ein großer Unterschied. Wie kam es zu dem Vergleich? Marion Brüchmann, Richterin der Ersten Zivilkammer des Landgerichts, erklärt: „Ich habe Bedenken, die Schlüssigkeit der Liste des Klägers anzuerkennen.“ Denn die Liste umfasse alle Artikel, die der 52-jährige Verkäufer bei eBay verkauft hat. „Der Kläger muss nachweisen, dass die Ware aus Straftaten stammt“, so die Richterin. 96-Anwalt Henning Fritz-Braun: „Es liegt die Vermutung nahe, dass ein wesentlich höherer Schaden entstanden ist, als von den Beklagten im Strafprozess eingeräumt wurde.“ Doch dieser Einwand stimmte die Richterin nicht um. Sie legte die 150 Trikots, die bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurden, zugrunde. Nach Abzug der Mehrwertssteuer schätzte sie den Trikotpreis auf 50 Euro. Den Betrag von 7500 Euro rundete sie dann auf 8000 Euro auf. Im Gegenzug verzichteten die Verkäufer noch auf ausstehende Gehaltszahlungen.

Der Vorschlag von 96-Justiziar Reinhold Vogelsang ging auch noch in den Vergleich mit ein. Sollten die beiden Ex-Verkäufer in den nächsten Wochen 7000 Euro auf den Tisch legen, wäre ihre Schuld beglichen. Die beiden Männer machten aber deutlich, dass ihnen das schwer fallen würde. 96 hat bis zum 24. Juli Zeit, den Vergleich zu akzeptieren.

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