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Meine Stadt Evangelische Beratungsstelle zieht erfolgreiche Jahresbilanz
Hannover Meine Stadt Evangelische Beratungsstelle zieht erfolgreiche Jahresbilanz
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17:01 01.09.2017
Symbolfoto: Ein Ehrenamtlicher Mitarbeiter in einer Seelsorge-Beratungsstelle. Quelle: dpa
Hannover

Diakoniepastor Rainer Müller Brandes freut sich: Die Zahl der Ratsuchenden im evangelischen Beratungszentrum in der Oskar-Winter-Straße 2 (List) ist 2016 auf hohem Niveau geblieben. Die Zahl der Menschen, die sich mit Ehe- und Partnerschaftsproblemen an die Psychologen und Therapeuten gewandt haben, hat sogar zugenommen.

Brandes freut sich natürlich nicht über zunehmende Hilfsbedürftigkeit, sondern darüber, „dass die Menschen, die Hilfe suchen, uns das zutrauen“, sagte er am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz der Einrichtung des Diakonischen Werkes. „Das Team hier ist zu einer Institution geworden.“

Insgesamt kamen 1793 Menschen 2016 in das Beratungszentrum, darunter 525 Männer, deren Anteil ansteige, so Brandes: „Die Männerwelt verändert sich. Viele sind heute offener und gesprächsbereiter.“

Die meisten Beratungsfälle fielen bei Ehe- und Partnerschaftsproblemen an (489), gefolgt von Familienproblemen (281) und Trennungen/Scheidungen (143). „Wir dachten schon im Vorjahr, das Ende der Fahnenstange erreicht zu haben“, so Einrichtungsleiter Axel Gerland. „Dies war aber noch einmal eine Steigerung um 20 Prozent.“ Aber auch die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung wurde 399-mal angefragt.

Erfolgreich ist auch das psychologische Beratungsangebot im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Hier konnte die Diakonie Kooperationsverträge mit 18 Unternehmen – mit zwischen 150 und 8000 Beschäftigten – abschließen. Deren Mitarbeiter erhalten bei Bedarf anonym bis zu drei Gutscheine für kostenlose Beratungstermine. „Oft kommt es zu einer Kumulation mehrere Belastungen“, so Gerland. Wenn etwa zum Arbeitsstress noch private Krisen hinzukämen, „ist irgendwann der Pegel erreicht.“ Das niedrigschwellige Angebot der Beratungsstelle helfe dabei, Hemmschwellen wie Scham zu überwinden.

Von Andreas Krasselt

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